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25.04.2026 / Talkwerk

Epilepsie mit 200 Absencen am Tag

Die Ärzte waren sicher: Rebekka Graßl wird nie eigenständig leben. Wie sie heute lebt, hätte niemand erwartet.

Du redest gerade mit jemandem. Mitten im Satz. Und dann – eine Lücke. Du warst da. Und plötzlich bist du weg. Ohne Erinnerung an das, was dazwischen passiert ist. Für Rebekka Graßl ist das kein seltener Moment. In der schlimmsten Phase erlebt sie diese Absencen über 200 Mal am Tag. Mit 14 erkrankt sie an Epilepsie. In der einen Sekunde steht sie noch, in der nächsten liegt sie auf dem Boden, bewusstlos, der Körper außer Kontrolle. Und das alles ohne jegliche Vorwarnung. Jede Treppe kann zur tödlichen Falle werden. Danach folgen die Absencen. Die Prognose der Ärzte ist eindeutig: kein eigenständiges Leben, keine Kinder, dauerhafte Abhängigkeit. Ihre Eltern entscheiden sich anders – gegen den ärztlichen Rat, um ihrer Tochter alle Chancen zu ermöglichen. Entgegen aller Prognosen ist Rebekka Graßl heute seit über einem Jahr anfallsfrei, verheiratet, hat einen Sohn und ein eigenes Unternehmen. Was sie durch diese Jahre getragen hat – darüber spricht sie in dieser Sendung.