20.09.2026 / Anstoß - Gedanken zum Tag

Eine Mahnung an Großmäuler

Wer seine Zunge hütet, bewahrt sein Leben; wer aber mit seinem Maul herausfährt, über den kommt Verderben.

Sprüche 13,3

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Es gibt Situationen, da könnte ich mir auf die Zunge beißen: „Hätte ich doch nur meinen Mund gehalten!“ denke ich dann. Hätte ich geschwiegen, wäre alles gut gewesen, aber nein, ich musste ja mal wieder meinen Senf dazu geben und groß tönen, was ich alles kann. Und dann konnte ich meine großspurigen Versprechungen nicht einhalten.” Haben Sie das auch schon mal so erlebt? Bei sich oder bei anderen? 

Schon vor tausenden Jahren war es nicht gut gelitten, wenn Menschen allzu sehr darauf rumgeritten sind, wie toll sie sind. Prahlhans, Angeber, Aufschneider, Maulheld werden solche Leute gerne genannt. Im Grunde unsympathische Menschen, mit denen niemand was zu tun haben will, wenn es nicht sein muss. 

Im Buch der Sprüche wird vor so einem großmäuligen Verhalten sogar ausdrücklich gewarnt: „Wer seine Zunge im Zaum hält, bewahrt sein Leben. Ein Großmaul richtet sich selbst zugrunde.“ (Sprüche 13,3) Ein klare Ansage aus dem Buch der Weisheitssprüche des Alten Testaments. Und es ist was dran. Wer sich in dieser Art aus dem Fenster lehnt, muss damit rechnen, an den eigenen Worten gemessen zu werden. Das kann  böse nach hinten losgehen. Viele Menschen erkennen nämlich, wenn jemand zwar immer groß daherredet, aber am Ende bleiben nichts als leere Worte und heiße Luft. 

Für mich habe ich die Erkenntnis gewonnen, dass ich beim nächsten Mal lieber den Mund nicht so voll nehme, bevor ich etwas sage, was ich hinterher bereue.

Autor/-in: Horst Kretschi