01.07.2021 / Anstoß - Gedanken zum Tag

Ein sicheres Erkennungszeichen

Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns, dass er uns von seinem Geist gegeben hat. Und wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt.

1. Johannes 4,13–14

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Wenn ich im englischsprachigen Ausland unterwegs bin, erkenne ich Deutsche in der Regel an der Einfärbung ihrer Aussprache. Uns fällt es schwer, das englische „th“ richtig auszusprechen. Umgekehrt haben Engländer ihre liebe Not mit dem deutschen „ch“. – Ich kann allein dadurch, dass ich zuhöre, erkennen, aus welchem Land jemand stammt.

Was für die Sprache gilt, trifft in ähnlicher Weise auch auf andere Sitten zu. So gehört es beispielsweise in Großbritannien zum guten Ton, dass man sich nur einmal, nämlich bei der ersten Vorstellung, die Hände schüttelt. In unserem Kultkreis tut man das normalerweise häufiger.

Das sind zwei einfache Beispiele, die es mir möglich machen, Fremde mühelos zu erkennen. Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Glauben, sagt der Apostel Johannes. Es gibt Erkennungsmerkmale.

In seinem ersten Brief schreibt er:

Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns, dass er uns von seinem Geist gegeben hat. Und wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt. (1. Johannes 4,13–14)

Frage: Woran erkenne ich, dass ich auf der richtigen Glaubensspur bin? Antwort: Ich brauche bloß darauf zu achten, ob der Geist Gottes in mir wirkt.

Und wie merke ich das? Gottes Geist ist bestrebt, mich nahe bei Jesus zu halten.

Wen es also zu Jesus zieht und wer sich bei ihm wohlfühlt, der ist im Einflussbereich des Heiligen Geistes.

Autor/-in: Wolf-Dieter Kretschmer