06.09.2022 / Anstoß - Gedanken zum Tag

Ehrenwerte Gesellschaft

Alle Zöllner und Sünder suchten Jesu Nähe, um ihm zuzuhören.

Lukas 15,1

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Seit knapp 2.000 Jahren orientieren sich Menschen an Jesus Christus und bekennen sich zu ihm. Von ihren Ursprüngen her ist die Christenheit eine wahrlich ehrenwerte Gesellschaft. Denn angefangen hat das alles mit rauen Burschen, mit leichten Mädchen und zweifelhaften Gestalten. Jesus hat von Beginn seines öffentlichen Wirkens an klargemacht: Er ist auf einer Rettungsmission. Er wendet sich vor allem an Menschen, die seine Hilfe nötig haben. Er ist gekommen, um Sünder zur Umkehr zu rufen. Die Rechtschaffenen brauchen ihn nicht.

Entsprechend hat Jesus die Gesellschaft notorischer Sünder gesucht – und umgekehrt. Zum Auftakt des Lukasevangeliums Kapitel 15 heißt es: "Alle Zolleinnehmer und andere Leute, die als Sünder galten, kamen zu Jesus, um ihm zuzuhören." Wer sich daran störte, dem hat Jesus schlagfertig entgegnet: „Die Gesunden brauchen keinen Arzt, sondern die Kranken.“

Ein Vierteljahrhundert später hat der Apostel Paulus die Christen in Korinth daran erinnert, was viele von ihnen vor ihrer Hinwendung zum christlichen Glauben waren: „Unzüchtige, Götzendiener, Ehebrecher, Knabenschänder, Diebe, Trunkenbolde, Lästerzungen, Räuber.“ Die Begegnung mit Jesus Christus hat sie verändert, hat Sünder in Heilige verwandelt. Sie bleiben fehlbare Menschen, aber in der Schule von Jesus können sie ein rechtschaffenes und geachtetes Leben einüben.

So ist das bis heute: Christen gehören zu einer ehrenwerten Gesellschaft von begnadigten und zurechtgebrachten Sündern. Niemand braucht sich etwas einzubilden auf den eigenen Glauben – alle verdanken alles Jesus, ihrem Lehrer, Arzt und Retter.   

Autor/-in: Markus Baum