03.09.2022 / Anstoß - Gedanken zum Tag
Ehrenvolles Vermächtnis
Was verborgen ist, ist des HERRN, unseres Gottes; was aber offenbart ist, das gilt uns und unsern Kindern ewiglich.
Ihr Browser unterstützt HTML5 Audio nicht!
|
Worauf kommt es an im Leben? Was will ich an künftige Generationen weitergeben? Mose versammelt nach vierzig Jahren Wüstenwanderung das Volk Israel. Er weiß, dass dies eine seiner letzten Reden sein könnte. Damit werden seine Worte zu einer Art Vermächtnis. Mose spricht darüber, wie Gott das Volk durch die Wüste geführt und versorgt hat, selbst in Zeiten, in denen sich das Volk innerlich und äußerlich von Gott abgewandt hat. Mose sagt: „Was verborgen ist, ist des HERRN, unseres Gottes; was aber offenbart ist, das gilt uns und unsern Kindern ewiglich." Was auf den ersten Blick ein bisschen kompliziert klingt, ist leicht erklärt: Mose erinnert die Israeliten an die Größe Gottes, die höher ist als alle menschliche Vernunft und erst recht höher als alle menschliche Unvernunft. Gerade deshalb nämlich hat Gott seinem Volk die Treue gehalten, obwohl er es eigentlich hätte vernichten können. Gottes Hilfe liegt klar und offenbar vor dem Volk Gottes, zu dem Mose spricht. Das ist bis heute nicht anders, und daher haben diese alten Worte des Mose durch alle Zeiten hindurch eine hohe Bedeutung. Gott nimmt selbst alle Schuld und allen Schmerz auf sich, trägt sie in seinem Sohn Jesus Christus ans Kreuz, und schenkt durch die Auferstehung einen Neuanfang, ein Weitermachen. Das ist Gottes Vermächtnis. Es ist an uns, es ist an mir, daraus etwas für mich und für zukünftige Generationen zu machen, und dieses Vermächtnis der Treue Gottes anzunehmen und zu ehren. |