04.04.2026 / Lied der Woche
Du gehst hinauf nach Golgatha (7/7)
Gott ist in den Wartezeiten des Lebens bei uns. Daran erinnert Karsamstag.
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Der Karsamstag ist für mich ein seltsamer Tag – ein Schwebezustand zwischen der Trauer von Karfreitag und der Freude von Ostern. Da hilft mir ein Bild von Johannes Roth aus seinem Lied „Du gehst hinauf nach Golgatha". Er singt vom Weizenkorn im dunklen Ackerboden. Es scheint tot zu sein. Aber die Erinnerung an wogende Kornfelder im Sommer macht klar: Dieser Schein trügt.
Dieses Bild aus der Schöpfung lässt sich auf Wartezeiten im Leben übertragen – auf die Momente, in denen wir nicht wissen, wie es weitergeht. Und vielleicht ist der Tod die größte dieser Zwischenzeiten. Aber sie sind nicht das Ende, weil Gott in ihnen bei uns ist.
Deswegen tröstet Jesus seine Freunde kurz vor seiner Verhaftung mit diesen Worten: „Zum Abschied schenke ich euch Frieden. Lasst euch im Herzen keine Angst machen und lasst euch nicht entmutigen." (Johannes 14,27; Basis Bibel) Dieses Versprechen gilt nicht nur für die Jünger damals, sondern auch für ungewisse Zeiten im Hier und Heute.