31.03.2026 / Lied der Woche

Du gehst hinauf nach Golgatha (3/7)

Kyrie Eleison - ein Gebet für schwierige Zeiten

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Johannes Roth singt in sechs Strophen über die Geschichte von Karfreitag und Ostern. Dazwischen erklingt immer wieder der Refrain: „Kyrie Eleison! Herr, erbarme Dich!" Dieser schlichte, altgriechische Gebetsruf drückt Sorge, Angst und Schmerz aus – vor allem dann, wenn beim Beten die eigenen Worte fehlen.

Ich habe mich gefragt, warum der Liederdichter ausgerechnet diese Worte gewählt hat, um die einzelnen Teile seines Liedes miteinander zu verbinden. Meine Antwort: Was Jesus am Kreuz erleidet, lässt sich kaum in Worte fassen. Und auch in dem, was wir heute in unserer Nachbarschaft, in unseren Familien und in der Welt beobachten können, gibt es viel Not. Als Christin möchte ich dem gegenüber nicht gleichgültig bleiben.

So, wie Jesus die Schuld und das Leid dieser Welt ans Kreuz getragen hat, so möchte ich betend für meine Mitmenschen und für die Opfer von Krieg und Hass einstehen. Oft fehlen mir dafür die Worte. Dann hilft mir dieses alte Gebet: „Herr, erbarme dich über unsere Welt!" Darf ich Sie bitten mitzubeten?

Autor/-in: Hanna Willhelm