22.12.2021 / Anstoß - Gedanken zum Tag

Django nie

Der HERR sprach: Ich habe vergeben, wie du es erbeten hast.

4. Mose 14,20

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Unverzeihliche Fehler, unentschuldbare Vertrauensbrüche und als Reaktion darauf Unversöhnlichkeit - das alles gibt es in dieser Welt. Zu Ihrem und meinem Glück gibt es aber auch grenzenloses Erbarmen. Diese Erfahrung hat das Volk Israel in seiner Geschichte viele Male gemacht, und zwar mit Gott. Schon vor mehr als 3.000 Jahren, auf der Wüstenwanderung nach dem Auszug aus Ägypten, haben die Israeliten erlebt: So streng, wie Gott sein kann – er ist noch viel barmherziger. Er vergibt auch eigentlich unverzeihliche Fehltritte und eigentlich unentschuldbares Verhalten. Menschen würden sich so etwas niemals bieten lassen.

Ich denke in dem Zusammenhang an den Italo-Western „Gott vergibt – Django nie“ aus dem Jahr 1967. Die Geschichte ist unwichtig, mir geht es nur um den Titel. „Gott vergibt – Django nie:“ Anders als der knallharte und unversöhnliche Filmcharakter Django ist Gott bereit, Schuld zu vergeben. Und Gott lässt anders als Django auch mit sich reden. Was hat Gott damals in der Wüste zwischen Rotem Meer und Gelobtem Land Mose signalisiert, dem Anführer der Israeliten? Kann man nachlesen im 4. Buch Mose Kapitel 14: „Ich habe vergeben, wie du es erbeten hast.“ 

Einem wie Django würde so etwas nie einfallen. Und wenn Gott vergibt, dann gründlich. Er macht die einmal bereinigte Sache von sich aus nicht mehr zum Thema. Wem vergeben ist, der oder die kann sich frei, unbelastet, mit reinem Gewissen, ohne Angst in die Gegenwart Gottes begeben. So haben es Mose und seine Zeitgenossen erlebt – und so können Sie und ich es heute erleben. Und zwar nicht nur zur Weihnachtszeit.  

Autor/-in: Markus Baum