09.07.2022 / Anstoß - Gedanken zum Tag
Die Quelle des Friedens
Sie litten keinen Durst, als der HERR sie leitete in der Wüste. Er ließ ihnen Wasser aus dem Felsen fließen.
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So langsam merken wir's auch bei uns: Wasser ist existenziell. Wochen lang kein Regen, und dann platzt alles wie ein Schwall auf die trockene Erde. Die Folge: Flut und Überschwemmung. Der Klimawandel hat alles aus dem Gleichgewicht gebracht.
Kein Wunder, dass das Wasser und seine richtige Dosierung in der Bibel eine zentrale Rolle spielt.
So auch beim Propheten Jesaja. Als er über die Befreiung des Volkes Israel aus der babylonischen Gefangenschaft berichtet, zeichnet er einen fürsorglichen und umsichtigen Gott: "Sie litten keinen Durst als er sie leitete in der Wüste, er ließ ihnen Wasser aus dem Felsen fließen, er spaltete den Fels, dass Wasser heraus kam."
Die Botschaft Jesajas: Gott führt sein Volk durch widrige Umstände, aber er lässt es nicht verhungern und erst recht nicht verdursten. Wasser kommt zur rechten Zeit, und zwar so, dass es für alle in der richtigen Menge zugänglich ist.
Jesaja beschreibt damit nicht nur die konkrete Situation, sondern die Qualität eines Lebens mit Gott an sich. Gott ist es, der alles in die richtige Balance bringt und somit auch inneren Frieden ermöglicht. Ein kleiner Nachsatz verrät es am Ende seines Berichts: "Die Gottlosen aber haben keinen Frieden."
Sie sind noch auf der Suche, irren ruhelos umher, auf dem Weg zur alles stillenden Quelle, bei der das Volk Gottes schon seinen Platz gefunden hat.