08.11.2026 / Aktuelles vom Tag

Die letzten Christen im Nahen Osten: Buchtipp

Andreas Knapp erzählt von Flucht, Vertreibung und der Bedrohung christlicher Kirchen im Orient.

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Der katholische Theologe Andreas Knapp hat es sich zur Aufgabe gemacht, über die Lage der Christen im Nahen Osten zu informieren. Sein Fazit ist ernüchternd: „Wo die Wiege des Christentums stand, werden heute Sargnägel eingeschlagen, die die Existenz der Kirchen im Nahen Osten bedrohen.“

Die Zahlen, die Knapp vorlegt, sprechen eine deutliche Sprache: Gab es 2011 in Syrien noch ca. 1,5 Millionen Christen, waren es 2025 noch 250.000. Ihr Schicksal unter den neuen Machthabern ist ungewiss.

Noch bedrückender ist die Lage im Irak: Lebten 1990 z. B. noch rund 200.000 Christen in der irakischen Stadt Mossul, ist die Zahl 2014 auf 35.000 Gläubige geschrumpft. Nur ein Jahr später erklärte der Islamische Staat, Mossul sei „christenfrei“. Christen, die nicht zum Islam konvertierten, mussten fliehen oder wurden umgebracht.

Andreas Knapp schildert all das in seinem Buch „Die letzten Christen. Flucht und Vertreibung aus dem Nahen Osten“. Die analytischen Zahlen sind allerdings nur Begleitinformation. Denn Knapp erzählt vor allem Geschichten - von Geflüchteten, von Überlebenden, von ihren Familien und Schicksalen. Sein Ziel: „Die Erzählungen von Flucht und Vertreibung, aber auch von hoffnungsvollen Momenten wollen einen Beitrag dazu leisten, dass die Geschichte des Christentums im Orient nicht in Vergessenheit gerät.“

ERF Plus stellt Ihnen das im bene!-Verlag erschienene Buch aus Anlass des „Weltweiten Gebetstages für verfolgte Christen 2026“ von Open Doors vor. Ein Anlass, innezuhalten und mitzubeten. 

Hier einige Fotos aus dem Buch: 

© bene! - Geflüchtete Familie aus Karakosch/Irak

© bene! - St. Georgs Church in Ankawa/Irak

© bene! - Kloster Mor Mattai/ Irak

© bene! - Rabban Hormizd Monastery / Nordirak

© bene! - Einweihung syrisch-orthodoxen Gemeinde in Leipzig

Autor/-in: Johannes Kolk