30.07.2026 / Das Gespräch
Die geheime Mission
Der neue Roman von Titus Müller über die lebensrettende Berliner Luftbrücke.
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Hungern und Hoffen für über 2 Millionen Menschen in West-Berlin. Zwischen Juni 1948 und Mai 1949 blockiert die Sowjetunion alle Zufahrtswege zur Stadt. Denn der Westteil der Stadt, der unter dem Schutz der USA, Großbritanniens und Frankreich steht, sitzt wie ein Stachel im Fleisch des kommunistischen Ostdeutschlands. Daher will die Sowjetunion die Westalliierten zum Abzug nötigen.
Doch diese richten eine Luftbrücke ein und versorgen die Menschen rund um die Uhr mit Nahrung und Heizmaterial durch die Luft - bis die Sowjetunion die Blockade schließlich aufgibt.
Für Titus Müller, der sich als Roman- und Bestsellerautor auf historische Stoffe aus der deutschen Geschichte spezialisiert hat, eine Steilvorlage, denn schließlich wird die Geschichte der Luftbrücke als die erste Schlacht des Kalten Krieges zwischen Ost und West bezeichnet.
Und so lässt Titus Müller in seinem Roman "Die geheime Mission" die weibliche Hauptfigur Nela zwischen den Systemen in einer dystopischen Stadtlandschaft aus Nachkriegsruinen, Hunger und Hoffnung hin und her irren. Dabei stößt die junge Journalistin, die bei der kommunistischen Jugendzeitschrift Junge Welt nach der Nazidiktatur für eine bessere, sozialistische Zukunft kämpfen will, zunehmend auf ideologische Widersprüche und brutales Vorgehen gegen Kritiker.
Im Gespräch mit ERF Moderator Andreas Odrich erzählt Titus Müller über die Entstehungsgeschichte des Romans, seine ausführliche Beschäftigung mit dem historischen Material, und warum vieles in seinem Buch zum Thema Propaganda und Deutungshoheit über politische Ereignisse wieder hochaktuell ist.