21.11.2021 / Anstoß - Gedanken zum Tag
Der klare Blick aufs Wesentliche
Seid weise zum Guten, aber geschieden vom Bösen.
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Es ist ein langer Brief geworden. Paulus hat viele grundsätzlichen Themen aufgegriffen und ausgeführt. Zum Schluss ist es ihm ein Bedürfnis, jene herzlich zu grüßen, die er aus anderen Zusammenhängen persönlich kennt. So endet der Brief an die Christen in Rom – beinahe.
Ich habe den Eindruck, dass Paulus plötzlich ein Gedanke kommt, der ihm so wichtig ist, dass er ihn unbedingt im Brief unterbringen will. Er sagt:
Ich möchte, dass ihr das Gute klar erkennt und euch von allem Bösen fernhaltet. (Römer 16,19 nach der Übersetzung Neues Leben. Die Bibel)
Nach all den tiefen theologischen Gedanken, die Paulus im Römerbrief entfaltet hat, geht es ihm zum Schluss um etwas Praktisches: Richtet eure Blicke auf das aus, was gut und aufbauend ist, schreibt er.
Ich denke, das gilt bis heute noch genauso. Auch ich soll das Gute in den Blick nehmen und mich daran ausrichten. Vom Bösen soll ich mich fernhalten.
An welches Gute könnte Paulus gedacht haben? Vielleicht daran, dass Jesus mich erlöst hat. Dass er mich mit Würde ausgestattet hat. Ich eine geliebte und wertvolle Person bin und mir eine wichtige Aufgabe in dieser Welt aufgetragen worden ist: Mit möglichst vielen Menschen Gottes Liebe zu teilen.