19.02.2026 / Audio-Beiträge

Den Kopf nicht hängen lassen

Mirjam Langenbach über Jesaja 58,5-7.

Ist das vielleicht ein Fasttag, wie ich ihn liebe, wenn ihr auf Essen und Trinken verzichtet, euren Kopf hängen lasst und euch im Sack in die Asche setzt? Nennt ihr das ein Fasten, das mir gefällt? Nein, ein Fasten, wie ich es haben will, sieht anders aus! Löst die Fesseln der Gefangenen, nehmt das drückende Joch von ihrem Hals, gebt den Misshandelten die Freiheit und macht jeder Unterdrückung ein Ende! Ladet die Hungernden an euren Tisch, nehmt die Obdachlosen in euer Haus auf, gebt denen, die in Lumpen herumlaufen, etwas zum Anziehen und helft allen in eurem Volk, die Hilfe brauchen!

Jesaja 58,5-7

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Gestern hat die Fastenzeit begonnen, und vielleicht sehen wir ja heute schon bei dem ein oder der anderen wie’s wirkt. Leidensminen dank Diät und Koffeinentzug? So war das ursprünglich eigentlich nicht gedacht. Gott lässt in der Bibel durch seinen Sprecher Jesaja ausrichten: „Meint ihr, dass ich ein solches Fasten liebe? Wenn Menschen sich quälen, den Kopf hängen lassen, wie umgeknicktes Schilf und in Sack und Asche gehen? Nennst du das Fasten, einen Tag, der dem Herrn gefällt?“ (Jesaja 58,5) Okay, das wars schonmal nicht. Wie denn dann? „Das wäre ein Fasten, wie ich es liebe:“, sagt Gott weiter, „Löst die Fesseln der zu Unrecht Gefangenen, bindet ihr drückendes Joch los! Lasst die Misshandelten frei und macht jeder Unterdrückung ein Ende! Teil dein Brot mit dem Hungrigen, nimm die Armen und Obdachlosen ins Haus auf. Wenn du einen nackt siehst, bekleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Nächsten!“ (Jesaja 58,6-7)

Miri Langenbach