18.03.2026 / Wort zum Tag
Das Gebet des Herzens
Wende dich zu mir und sei mir gnädig: stärke deinen Knecht mit deiner Kraft!
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„Neige, Herr, dein Ohr, erhöre mich! Denn ich bin elend und arm.“
So startet König David sein Gebet zu Gott. Dieses Gebet des König Davids können Sie in Psalm 86 nachlesen.
Die Psalmen sind meistens Lieder oder Gebete einzelner Menschen. Sie enthalten oft die Bitte um Gebetserhörung. Um Vergebung oder Errettung aus Not. Oft bitten die Menschen darum, Gott möge doch seine Gunst erweisen, seine Zuneigung zeigen und in schwierigen Situationen helfen.
Mich berühren die Worte Davids. Diese Vertrautheit im Gespräch mit Gott ist inspirierend.Er spricht das aus, was er gerade fühlt. Er spricht mit Gott darüber,was in ihm vor geht.
Nicht mehr, nicht weniger. Nicht künstlich dramatisierend, sondern einfach echt und authentisch.
David erlebt eine Situation, die ihn körperlich und seelisch herausfordert. Er betet dieses Gebet aus einem Erleben der Bedrängnis heraus. Wer auch immer ihn bedrängt, David merkt; ich brauche Gott. Ohne ihn schaffe ich es nicht. Seine Kraft ist es, die mich durchhalten lässt.
Doch zwischen den Worten der Angst und Unsicherheit fallen auch andere Worte. Worte der Erinnerung an die Freundlichkeit Gottes. Worte des Hoffens. Worte, die ermutigen. Worte, die zurückschauen und erkennen, dass Gott Gebete erhört!
So spricht David in Vers acht bis zehn darüber, wie groß Gott ist. Dass es keinen gibt, wie ihn und dass er alle Völker geschaffen hat.David erinnert sich an die Größe Gottes. Er erinnert sich daran, zu wem er betet!
In Vers 14 spricht David die Schwere seiner Situation aus. Er erzählt Gott, was passiert ist.„Menschen trachten nach meinem Leben“. Eine Situation, die mir auch Angst machen würde.
Wie ein Sohn mit seinem Vater redet, so redet David mit Gott. Er weiß: Mein Vater kümmert sich!
Er hört.
Er beschützt mich.
Er liebt mich.
Er nimmt mich und meine Sorgen ernst!
So betet David in Psalm 86,16: „Darum wende dich mir zu und habe Erbarmen! Gib mir deine Kraft und rette mich. Dir bin ich treu ergeben.“
König David hat so einiges schon erlebt. Große Taten hat er durch die Kraft Gottes vollbracht. Zum Beispiel hat er den großen Kämpfer Goliath durch die Kraft Gottes besiegt. Er hat mehrere Kriege geführt und auch gesiegt! So hat er die Feinde Gottes geschlagen und das Volk Israel beschützt.
Doch immer wieder ist er auch gefallen. König Davids leben ist gezeichnet von Höhen und Tiefen.
Aber auch von Demut gegenüber seinem Gott. Er weiß, meine Kraft kommt von Gott allein.
Ich finde es spannend, dass König David nicht nach Worten ringt, sondern einfach spricht. Ganz frei.
Er lässt seinen Emotionen freien Lauf, weil er weiß, bei Gott darf ich alles sagen. Das ermutigt mich, ebenfalls so beten zu wollen.
Wie oft sitze ich vor Gott und weiß nicht so recht, wie ich beten oder reden soll. Ich möchte nichts Falsches sagen. Gott nicht belasten mit Dingen, die zu klein sind. Mit Dingen, die vielleicht nur für mich schwer sind. Wie froh bin ich über diese Psalmen. Immer wenn ich nicht weiß, was ich sagen soll,kann ich mich daran erinnern, dass bei Gott nicht die richtigen Worte zählen.
Sondern das zählt, was echt und ernst gemeint ist. Das wünsche ich Ihnen wie auch mir.
Dass diese Gewissheit uns trägt. Bei Gott darf ich mein Herz ausschütten.