31.08.2026 / Anstoß - Gedanken zum Tag
Das erste Mal
Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast. Denke nun daran, aus welcher Höhe du gefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke! Wenn aber nicht, werde ich über dich kommen und deinen Leuchter wegstoßen von seiner Stätte – wenn du nicht Buße tust.
Ihr Browser unterstützt HTML5 Audio nicht!
Sicher erinnern Sie sich noch an Ihre erste Liebe! Denn: „Das erste Mal“ vergisst man nie. Händchenhalten, Blicke austauschen, Küssen. Gemeinsam ins Kino oder auf Partys gehen. Miteinander quatschen bis in die Nacht. Die erste große Liebe ist eine emotionale Ausnahmesituation, weil ich alles zum allerersten Mal erlebe. Dann, nach einer Zeit, verwandelt sich diese Liebe. Sie wird „erwachsener“ und damit sicherer und tragfähiger. Das ist genau richtig so.
Im Buch der Offenbarung, Kapitel 2 lese ich nun folgende Worte, die Jesus durch Johannes an die Gemeinde in Ephesus richtet: „Ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast.“ Und einen Vers später: „Tue die ersten Werke!“
Ähnlich wie in einer Beziehung zu einem Menschen, ist es in der Beziehung zu Gott. Ich erinnere mich noch an die Zeit, nachdem ich mich bewusst für ein Leben mit Jesus Christus entschieden habe. Da war auch alles neu und ich habe mit anderen viel darüber gesprochen. Heute, fast 30 Jahre später, ist vieles selbstverständlich und normal geworden. Die Beziehung ist aber auch gewachsen und tragfähig geworden. Jesus hat mich durch Höhen und Tiefen getragen. Er hat mich vor Fehlern bewahrt und mir Fehler vergeben. Dafür bin ich dankbar. Und doch: Manchmal wünsche ich mir die erste Leidenschaft für das Evangelium zurück.
Ich glaube nicht, dass Jesus hier die Zeit zurückdrehen möchte. Viel mehr geht es um Folgendes: Ich soll in dieser tragfähigen Liebe leben, aber darüber die Leidenschaft für ihn und diese eine frohe Botschaft nicht verlieren: Gott liebt dich, er will in einer lebendigen Beziehung mit dir leben.