06.08.2026 / Das Gespräch
Christine Lieberknecht: "Demokratie ist kein Sofa!"
Pastorin, Politikerin, Mutmacherin – was Lieberknecht Deutschland ins Stammbuch schreibt.
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„Über unser Land hat sich ein Mehltau aus Zukunftsangst und Depression gelegt“, schreibt Christine Lieberknecht in ihrem neuen Buch „Wo Werte die Freiheit tragen“. Fast drei Jahrzehnte hat die CDU-Politikerin in unterschiedlichen Ämtern politische Verantwortung getragen in Thüringen, von 2009 – 2014 als Ministerpräsidentin.
„Die Problemlagen heute sind sehr komplex,“ sagt Christine Liebeknecht. Das „Modell Deutschland“ mit preiswerten russischen Energielieferungen, den USA als Schutzmacht und China als Absatzmarkt funktioniere heute so nicht mehr. Trotzdem blickt die Pastorin zuversichtlich nach vorn: „Die positiven Kräfte sind viel stärker, wir leben in einem tollen Land.“ Mutmacher und Zeichen der Hoffnung seien jetzt wichtig, „und eigentlich sollte jeder Gottesdienst ein Mutmacher-Moment sein“, so die Ministerpräsidentin a.D.
In ihrem Buch „Wo Werte die Freiheit tragen“ beleuchtet Christine Lieberknecht „das religiöse Fundament unseres Staates“, so die Autorin im Vorwort, „das zu erodieren scheint“. Sie erzählt von ihrem eigenen politischen Werdegang und den Herausforderungen als Christin im politischen Geschäft.
Am 10. August erscheint das Buch im Echter Verlag. Einen ersten Einblick gibt Regina König schon jetzt gemeinsam mit Christine Lieberknecht. Bei ihrem Besuch im thüringischen Ramsla bei Weimar sprach Regina König mit der ehemaligen Ministerpräsidentin über Glauben und Demokratie, über die „Freude am Steuerzahlen“ und „religiös aufgeladene Klimapolitik“, aber auch über Brombeermarmelade, Bärlauchernte und über die Küche als „Herzstück des Hauses“.