16.02.2021 / Anstoß - Gedanken zum Tag
Besser als die Furcht
Wer sollte dich, Herr, nicht fürchten und deinen Namen nicht preisen? Denn du allein bist heilig! Ja, alle Völker werden kommen und anbeten vor dir, denn deine Urteile sind offenbar geworden.
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Wen oder was fürchte ich? Für viele ist die die Corona-Pandemie die Bedrohung der Stunde. Wird es meinen Lieben gut gehen, wie kommt unsere Wirtschaft durch die Krise, wirken die Impfstoffe gegen neue Viren-Kombinationen?
Es wird mir angst und bange, wenn ich meine Aufmerksamkeit auf diese Fragen richte. Natürlich ist es gut, vorzusorgen und sich Gedanken zu machen. Die Furcht vor einer Bedrohung kann mich aber auch gefangen nehmen.
Eine etwas andere, hilfreiche Furcht wird im letzten Buch der Bibel, in der Offenbarung des Johannes Kapitel 15 beschrieben. Da heißt es: „Wer sollte dich, Herr, nicht fürchten und deinen Namen nicht preisen? Denn du allein bist heilig!“ (Offenbarung 15,4)
Es geht hier nicht um Angst vor Gott. Sondern um eine gesunde Ehr-Furcht. Da gibt es einen, der ist so groß, so mächtig, so liebend, so heilig und gerecht, dass er alles andere in den Schatten stellt. Auch jede Bedrohung.
Das rückt die Dinge für mich ein wenig gerade. Gott lädt mich zu einer freundschaftlichen Beziehung ein, zu einer lebenslangen Begegnung. Eine Freundschaft, in der er mir auch Hilfe und Trost verspricht.
Wenn ich so verbunden mit dem Schöpfer aller Dinge lebe, lässt meine Angst nach und mein Vertrauen wächst. Ich merke: Wer den Herrn fürchtet, braucht sich nicht zu fürchten. Auf diese gesunde Ehrfurcht Gott gegenüber will ich heute meine Aufmerksamkeit lenken. Und die Verbindung mit ihm suchen. Das ist besser als die Furcht.