06.11.2022 / Anstoß - Gedanken zum Tag

Besonders und verehrungswürdig

Wie der, der euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel.

1. Petrus 1,15

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Woran erkenne ich die Zugehörigkeit einer Person zu einer bestimmten Gruppe oder Vereinigung? Wenn ich auf einer Fachmesse mit Vertretern einer Firma zu tun habe, fällt mir auf, dass diese häufig ähnlich gekleidet sind. In gleicher Weise trägt medizinisches Personal eine bestimmte Dienstkleidung. Soldaten oder Polizisten tragen Uniform.

Durch das äußere Erscheinungsbild werden bei mir automatisch bestimmte Erwartungen geweckt. Und das ist auch genauso beabsichtigt.

Eine solche Absicht kann freilich auch ohne Einheitskluft verwirklicht werden. Auch mit anderen Mitteln kann ich jedem, der mit mir zu tun bekommt, einiges klar machen.  Im Neuen Testament, dem zweiten Teil der Bibel, und dort ziemlich weit hinten, im 1. Petrusbrief, findet sich die Empfehlung: Wie der, der euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel. (1. Petrus 1,15)

Das Wort heilig bedeutet im allgemeinen Sprachgebrauch etwas Besonderes oder Verehrungswürdiges. Ein Gegenstand oder eine Person sind heilig, weil ihnen das zugesprochen wird.

Der Apostel Petrus bezeichnet die Christen, an die er seinen Brief richtet, als Heilige . Und das tut er das nicht, weil diese sich selbst zu Heiligen erklärt haben. Vielmehr hat Jesus Christus sie in seine Nachfolge berufen. Deshalb sind sie etwas Besonders. Diese Berufung soll ihren Lebensstil auszeichnen.

Das ist bis heute so geblieben. Mein Lebenswandel soll meinen Glauben widerspiegeln. Warum? Weil meine Umwelt mich genau beobachtet und entsprechende Rückschlüsse zieht.

Autor/-in: Wolf-Dieter Kretschmer