05.05.2026 / Wort zum Tag

Bekehrung geschieht durch Gottes Schöpferkraft

Der Gott, der gesagt hat: Aus der Finsternis soll Licht aufstrahlen, er ist es, der es hat aufstrahlen lassen in unseren Herzen, so dass die Erkenntnis aufleuchtet, die Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes auf dem Angesicht Jesu Christi.

2. Korinther 4,6

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Was geschah bei der Schöpfung? Was hat Gott da getan?

Unser Bibelvers aus dem 2. Korintherbrief gibt hierauf eine Antwort: Gott hat gesprochen, Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten. Gott hat das Licht geschaffen. Er hat alles aus dem Nichts geschaffen.

Aber was hat das mit dem zu tun, was Paulus hier sagt? Vorher hat er in seinem Brief an die Christen in Korinth davon gesprochen, dass sie immer die Wahrheit sagen, wenn sie mit Menschen über Jesus sprechen. Sie versuchen nicht, die Menschen mit Tricks zu überreden. Paulus spricht davon, dass Gottes Evangelium verdeckt ist, verdeckt für die, die nicht glauben. Sie werden nicht verstehen, was Gott von ihnen will.

Und dann sagt er: „Denn Gott, der sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, dass durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi.“ (2. Korinther 4,6)

Was ist passiert, als ich zum Glauben an Jesus Christus kam? Etwas Unglaubliches. Gott hat es in meinem Herzen licht werden lassen. Wie? Gott ist der Allmächtige, er kann etwas aus dem Nichts erschaffen. Paulus zitiert hier aus 1. Mose 1,3, wo steht: Gott sprach, es werde Licht!

Genauso wie Gott damals bei der Schöpfung das Licht in der völligen Finsternis geschaffen hat, aus dem Nichts, so hat er Licht in meinem Herzen geschaffen. Licht wozu?

Licht, damit mir nicht mehr verdeckt ist, was Gott will, was er in seinem Evangelium, seiner Guten Nachricht, sagt. Nämlich, dass er mir vergeben will, dass Jesus für mich gestorben ist, dass er vom Tod auferstanden ist, ja, tatsächlich, und ich durch ihn das ewige Leben habe.

Es ist ein heller Schein, der Gott verherrlicht. Der zeigt, wie herrlich Jesus ist. Diese Herrlichkeit ist eben gerade nicht meine Herrlichkeit. Es ist immer Gottes Herrlichkeit, die Herrlichkeit von Jesus, die in seinem Angesicht zu sehen ist.

Es brauchte Gottes Macht als Schöpfer, um mich zu retten. Diese Decke, dieses Verborgensein von Gottes Botschaft für mich, musste von ihm selbst entfernt werden.

Dieser Schein, den Gott in mein Herz gegeben hat, soll auch für andere leuchten. Er soll für andere ein Wegweiser zu Jesus Christus sein. Dieses Licht treibt mich dazu, Jesus nachzufolgen, ihm alles zu geben, mein ganzes Leben.

Paulus reiste durch die ganze damals bekannte Welt und erzählte allen Menschen von Jesus. Paulus hatte wortwörtlich ein Licht vom Himmel gesehen, das ihn umstrahlte und sein ganzes Leben umkrempelte, als Gott ihn damals vor Damaskus die Augen für Jesus öffnete.

Vielen ist es ähnlich ergangen. Menschen, die völlig kaputt waren, suchtkrank, kriminell, gescheiterte Existenzen, haben erlebt, dass Gott neu macht. Sie haben erlebt, dass Gott es in ihrem Herzen licht werden lässt, dass sie Jesus gehören und er ihr Retter ist.

Aber auch, wenn meine Bekehrung nicht so dramatisch verläuft: Wenn ich an Jesus glaube, hat er es in meinem Herzen licht werden lassen. Er hat Licht geschaffen wie zu Anfang bei der Schöpfung. Er hat mich aus meiner eigenen Verblendung gerettet, dass ich es allein schaffe und Gott nicht brauche.

Jesus hat mich gerettet. Das bringt mich dazu, mein Leben ganz und gar mit ihm zu leben, ihm gehört alles. Das bringt mich dazu, mir zu wünschen, dass dies noch viele Menschen erleben: Dass Gott einen hellen Schein in ihr Herz gibt und sie Gottes Herrlichkeit in Jesus erkennen.

Autor/-in: Wilhelm Schneider