14.02.2024 / Bibel heute
Aufträge und Grüße
Das ist gewisslich wahr. Darum will ich, dass du festbleibst, damit alle, die zum Glauben an Gott gekommen sind, darauf bedacht sind, sich mit guten Werken hervorzutun. Das ist gut und nützlich für die Menschen. Von törichten Fragen aber, von Geschlechtsregistern, von Zank und Streit über das Gesetz halte dich fern; denn sie sind unnütz und nichtig. Einen Menschen, der die Gemeinde spalten will, weise ab, wenn er einmal und noch einmal ermahnt ist,[...]
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Der Apostel Paulus beendet seinen Brief an Titus, seinen Mitarbeiter.
So ermutigt er Titus, die Gemeinde mit allem Ernst zu unterrichten, damit die Grundlagen des christlichen Glaubens auch allen deutlich vor Augen und tief im Herzen bewusst sind.
Alle, die zum Glauben an Gott gekommen sind, sollen dies verinnerlichen:
Glaube ist ein Geschenk des Heiligen Geistes.
Es ist keine eigene Leistung. Gute Werke können keinen Anspruch erwerben, in den Himmel zu kommen. Nur Gottes Barmherzigkeit kann uns durch die Wiedergeburt retten. Und dies geschieht allein durch den Heiligen Geist.
Und was bedeutet das nun für die Gemeinde? Was bedeutet das für jeden einzelnen Christen?
Paulus kennt die Skeptiker, die sich jetzt schon Gedanken machen: Wenn gute Werke gar nichts ausrichten, wenn man sich nicht den Himmel verdienen kann, warum soll man dann überhaupt gut sein? Was sollen dann noch gute Taten?
Der Glaube bewirkt Veränderung
Titus, so ermahnt Paulus, vergiss es nicht: Mach es den Menschen in der Gemeinde klar!
Natürlich verändert der christliche Glaube dein Handeln! Selbstverständlich hat die Wirkung des Heiligen Geistes auch Auswirkung auf dich und dein Tun! Der Glaube an Christus verändert dich und deinen Charakter!
Was wird nun anders für Titus? Du wirst bedacht darauf achten, gute Werke zu tun!
Du wirst darüber nachdenken, reflektieren über dein Handeln. Du wirst Verantwortung übernehmen. Du wirst dich engagieren. Du wirst gute Taten tun. Aber du wirst die guten Taten nicht tun, um dir den Himmel zu verdienen. Nein, du darfst dir des Himmels schon jetzt gewiss sein, weil Christus ihn in seiner Barmherzigkeit dir zugesprochen hat, ohne jegliche Leistung, durch den Heiligen Geist, allein aus Gnade.
Der Himmel ist dir also schon jetzt sicher, bevor du überhaupt über gute Werke nachdenkst. Der Rücken ist frei! Das Ziel erreicht! Du hast es geschafft, weil Christus es geschafft hat. Du bist beschenkt von Gott durch Jesus Christus. Gott hat dich freigekauft. Das ist die frohe Botschaft.
Der Wert von guten Taten
Aber die Welt braucht Menschen, die Gottes Liebe weitertragen. Die Welt braucht Freudenboten, die in Hoffnungslosigkeit und Elend Perspektive schenken. Die Welt braucht Fakelträger, die in Dunkelheit und Depression ein Licht hereinbringen. Die Welt braucht Friedensstifter, die eine Hand der Versöhnung ausstrecken und ein Wort der Vergebung in Christus zusprechen. Deshalb braucht die Welt gute Taten. Deshalb darf, ja soll jeder Christ Gutes tun, wo immer er es kann, wo immer es ihm Gott vor die Füße legt. Gute Taten sind Hinweisschilder auf Gott. Gute Werke sind Einladungen, mitzumachen in Gottes Auftrag.
So sollen gute Werke wirken. Solche Werke sind gut und nützen den Menschen.
Warnung vor falschem Handeln
Dagegen sollen sich Christen fernhalten von törichten Fragen, die andere vom Wesentlichen abhalten, die Zweifel und Skepsis schüren, die spalten und Hass säen. Solches sei nicht euer Tun. Auch Fragen der Geschlechtsregister, also Fragen, wer besser oder ehrwürdiger sei wegen seiner Abstammung, seiner Vorfahren, seiner Berufsgruppe oder seines sozialen Standes, sind wenig hilfreich und führen in die Irre. Und schließlich halte dich fern von Streitereien und Zänkereien über das Gesetz, die Frage, was man darf und was nicht, was sich gehört oder nicht, was schon immer so war und deshalb angeblich so bleiben soll.
Diese Streitigkeiten führen nicht zu einer guten Atmosphäre des Miteinanders, sondern sie spalten, trennen und frustrieren. Sie nützen daher niemandem. Ketzerische Menschen meide deshalb, ermahne sie, und wenn sie sich nicht mäßigen, dann trenne dich von ihnen. Sie selbst werden sich verrennen, „sündigen und letztlich sich selbst damit das Urteil sprechen.“ (V11)
Paulus schließt seinen Brief an Titus mit praktischen Bitten: Wenn Artemas und Tychikus zu Titus kommen, so soll er sich gleich auf den Weg machen zu Paulus, bevor der Winter einbricht. Zwei Brüder aus der Gemeinde, Zenas und Apollos, solle er gut ausrüsten, damit sie sich auf die Reise begeben können. Und schließlich soll Titus auch den anderen Mitarbeitern von Paulus Gelegenheit geben, sich mit guten Taten hervorzutun. Und Paulus verabschiedet sich mit herzlichen Grüßen an alle und dem Friedensgruß: Die Gnade sei mit euch allen.
Heino Tangermann bringt das Gesagte mit folgenden Liedzeilen auf den Punkt:
1) Vergiss nicht zu danken dem ewigen Herrn
er hat dir viel Gutes getan.
Bedenke, in Jesus vergibt er dir gern,
du darfst ihm, so wie du bist, nahn.
Ref.: Barmherzig, geduldig und gnädig ist er
vielmehr, als ein Vater es kann.
Er warf unsere Sünden ins äußerste Meer,
kommt, betet den Ewigen an.
2) Du kannst ihm vertrauen in dunkelster Nacht,
wenn alles verloren erscheint
Er liebt dich, auch wenn du ihm Kummer gemacht,
ist näher als je du gemeint.
3) Im Danken kommt Neues ins Leben hinein,
ein Wünschen, das nie du gekannt,
dass jeder wie du Gottes Kind möchte sein,
vom Vater zum Erben ernannt.
4) In Jesus gehörst du zur ewigen Welt,
zum Glaubensgehorsam befreit.
Er hat dich in seine Gemeinde gestellt,
und macht dich zum Dienen bereit.
Ref.: Barmherzig, geduldig und gnädig ist er
vielmehr, als ein Vater es kann.
Er warf unsere Sünden ins äußerste Meer,
kommt, betet den Ewigen an.