26.08.2026 / Wort zum Tag
Auf Nummer sicher gehen
Der HERR spricht: Er liebt mich, darum will ich ihn erretten.
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Viele gehen gerne auf Nummer sicher. Etwa die Hälfte der Bundesbürger hat 5 oder mehr Versicherungspolicen. Wenn schon was passiert, dann möchte man wenigstens gut abgesichert sein.
Steckt dahinter ein besonders hohes Sicherheitsbedürfnis? Vielleicht … Die Band Silbermond hat es in ihrem Song „Irgendwas bleibt“ mit den Worten besungen „Gib mir ein kleines bisschen Sicherheit, in einer Welt, in der nichts sicher scheint…“.
Viele Versicherungen sind wirklich sinnvoll. Aber kann das Bedürfnis nach Sicherheit durch möglichst viele Versicherungen gestillt werden?
In der Bibel lese ich im Psalm 91 davon, dass jemand eine unglaublich große Sicherheit gefunden hat. Nicht bei anderen Menschen, auch nicht durch irgendwelche Garantien oder Versprechungen – sondern bei Gott. Der Psalmbeter beschreibt das mit wunderbaren Worten. Er fühlt sich bei Gott geborgen wie unter einem Schirm, Gott ist für ihn wie eine feste Burg. Außerdem beschreibt er, dass Gott seinen Engeln befohlen hat, ihn zu beschützen. Wow! Was für eine Sicherheit!
In diesem Gebet, in diesem Psalm passiert etwas Eigenartiges. Am Ende kommt Gott selbst zu Wort und bekräftigt das, was bisher gesagt wurde. Ich lese dort die Worte Gottes: „Er liebt mich, darum will ich ihn erretten.“
Ein bisschen neidisch bin ich schon auf dieses tiefe Sicherheitsgefühl, das der Psalmbeter ausstrahlt. Er fühlt sich so sicher und geborgen, dass er scheinbar ganz ohne Angst in die Zukunft schauen kann. Das würde ich wirklich auch gerne…
Wäre das nicht wunderbar, wenn die Worte Gottes auch mir gelten, wenn er dieselben Worte über Sie oder mich sagt: „Dieser Mensch liebt mich, darum will ich ihn erretten.“
Mir scheint, dass der Psalmbeter ganz bewusst andere auch unter den „Schutzschirm Gottes“ einladen will. Immer wieder spricht er seine Zuhörer direkt an, z.B. in Vers 9: „Denn der Herr ist DEINE Zuversicht, der Höchste ist DEINE Zuflucht.“
Ich glaube an Gott. Schon lange. Ich habe schon viel Wunderbares mit ihm erlebt. Und trotzdem lasse ich mich auch immer mal wieder von der Unsicherheit anstecken.
„Wie soll das werden?“, „Werde ich das schaffen?“ oder „Was ist, wenn etwas passiert?“ – solche Fragen kommen mir dann schon einmal.
Deswegen freut mich heute diese Einladung unter den „Schutzschirm Gottes“ hier in Psalm 91 ganz besonders.
Ein Missverständnis könnte es geben. Auch wenn ich zu Gott gehöre, ihn liebe und unter seinem Schirm Schutz und Sicherheit suche und finde, bedeutet das nicht, dass ich automatisch immun gegen Not und Schwierigkeiten bin.
In den Psalmen beschreiben viele Beter zur Genüge, dass sie auch mit Gott in Not geraten sind. Auch hier in Psalm 91 ist ja von Gefahren die Rede, in die ich kommen kann.
Aber es ist ein großer Unterschied, ob ich den Gefahren alleine begegne oder mit dem Wissen, dass der allmächtige Gott an meiner Seite steht.
Gott hat diese Welt geschaffen. Er hat sie in seiner Hand. Er kennt jeden Tag. Er kennt auch die Zukunft. Er weiß, was kommt. Er weiß, was ich brauche.
Ich glaube, meine Sehnsucht und mein Bedürfnis nach Sicherheit kann gar nicht besser gestillt werden, als wenn ich mich heute auf Gott einlasse und darauf vertraue, dass er mich und mein ganzes Leben und auch meine Zukunft in seiner guten Hand hat.
Dazu bin ich und sind Sie heute eingeladen!