09.03.2022 / Anstoß - Gedanken zum Tag
Auf dem Weg
Den HERRN fürchten heißt das Böse hassen.
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Kleine Notlügen retten mich manchmal aus unangenehmen Situationen. Ich muss dann nicht viel erklären. Sie sind bequem und vermeiden auch, dass ich andere kränke.
So eine kleine Notlüge, die kennt doch jeder. Sie ist doch nicht schlimm oder gar „böse“? Wenn ich den heutigen Losungsvers aus dem Buch der Sprüche Salomos Kapitel 8 Vers 13 lese, dann denke ich an ganz andere Dinge. Dort heißt es: „Gott gehorchen heißt: Das Böse hassen.“
Böse - das sind für mich Menschen, von denen ich in den Radionachrichten höre. Menschen, die anderen Schlimmes antun und sich offensichtlich falsch verhalten.
Mich und meine kleinen Notlügen grenze ich davon klar ab.
In den nächsten Versen lese ich, dass Gott nicht möchte, dass Menschen überheblich sind, voller Hochmut und Stolz. Er verabscheut Lügen und Unrecht, heißt es da.
Nun fühle ich mich doch angesprochen. Gott möchte, dass ich ehrlich bin, ein Mensch, der klar in seinem Handeln und Reden ist - nicht um Gottes Willen, sondern um meinetwillen. Er meint es gut mit mir. Dies anzunehmen und in die Tat umzusetzen, braucht Zeit. Ich freue mich, dass Gott mich auf diesem Weg begleitet, damit ich mich zu dem Menschen entwickele, den er sich erdacht hat.
Der heutige Losungsvers war wieder ein kleiner Anstupser in die richtige Richtung.