11.12.2021 / Anstoß - Gedanken zum Tag
An Gott soll's nicht liegen
Der HERR macht zunichte die Pläne der Völker.
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Wir könnten alle in Frieden leben, wir müssten uns nur daran halten. So ähnlich könnte man zusammenfassen, was in Psalm 33 steht. "Ein Loblied auf Gottes Macht und Hilfe. Gott liebt Gerechtigkeit und Recht, die Erde ist voll der Güte des Herrn." So übersetzt Martin Luther vor 500 Jahren die Worte aus dem hebräischen Urtext.
Und dann heißt es weiter: "Der Herr macht zunichte der Heiden Rat, und wehrt den Plänen der Völker." Hier stocke ich. Denn wo wird das in unserer Welt sichtbar? Wir stehen unter großen Spannungen, die weltpolitischen Provokationen und Zerreißproben hören nicht auf, 82 Millionen Menschen sind aktuell auf der Flucht, weil sie zu Hause kein menschenwürdiges Dasein haben.
Die Antwort kommt zwei Verse später: "Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist." Und das ist die Lösung: der Friede Gottes ist da, wir müssen uns aber auch darauf einlassen. Schluss also mit Herrschsucht und Machtgier. Im Kleinen bei jedem Einzelnen aber auch in der Weltpolitik. Wenn jeder darauf achtet, dass es dem anderen gut geht, wenn jeder nach Gottes Frieden strebt, dann könnte es tatsächlich etwas werden mit dem "Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen", so wie es die Engel in der Weihnachtsgeschichte verkünden. Psalm 33 bestärkt sie darin: Gottes Schalom, Gottes Frieden ist da, wir müssen ihn nur ergreifen und danach leben.