16.04.2026 / Anstoß - Gedanken zum Tag
Am Ende steht Gottes Erbarmen
Denn der Herr verstößt nicht ewig; sondern er betrübt wohl und erbarmt sich wieder nach seiner großen Güte. Denn nicht von Herzen plagt und betrübt er die Menschen.
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Viele Jahre hatte der Prophet Jeremia den König Judas und die Einwohner Jerusalems vor dem gewarnt, was einmal kommen würde. Aber man hatte seine Warnungen in den Wind geschlagen. Schließlich war es so weit. Im Jahr 587 vor Christus ließ der babylonische König Nebukadnezar Jerusalem belagern und einnehmen. Er ließ die Stadtmauern schleifen und den Tempel niederbrennen. Ein Großteil der Bevölkerung wurde ins Exil verschleppt.
In dieser trostlosen Situation klagt Jeremia Gott sein Leid. Im Buch der Klagelieder hält er aber auch eine Zusage Gottes an das hartgeprüfte Volk fest. Im Kapitel 3 heißt es:
Wenn der Herr einen Menschen verstößt, dann tut er es nicht für immer und ewig. Er lässt ihn zwar leiden, aber erbarmt sich auch wieder, denn seine Gnade und Liebe ist groß. Wenn er strafen muss, hat er keine Freude daran, sondern das Leid seiner Kinder schmerzt ihn auch selbst. (Klagelieder 3, Verse 31–33, Übersetzung: Hoffnung für alle)
Was Jeremia angekündigt hat, ist tatsächlich eingetroffen. Jahre später hat Gott dafür gesorgt, dass sein Volk in die alte Heimat zurückkehren konnte.
Wie gut, dass Gott nicht endgültig verstößt. Im Gegenteil, ihn schmerzt das Leid seiner Kinder. Seine Gnade und Liebe sind groß. Bis heute erbarmt er sich immer wieder aufs Neue über all die Menschen, die sich ihm zuwenden.