02.06.2026 / Audio-Beiträge
Alle Jahre wieder
Bernd Kortmann über 1.Mose 1,14.
Am Himmel sollen Lichter entstehen, um den Tag von der Nacht zu unterscheiden. Sie sollen Zeichen sein, anhand derer die Jahreszeiten, die Tage und die Jahre bestimmt werden.
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Ich lebe oft im Takt meines Kalenders. Montag: die Woche beginnt, aber innerlich bin ich noch nicht ganz da. Freitag: endlich Wochenende. Winter: irgendwie durchhalten. Sommer: kurz aufatmen – bevor es mir wieder zu heiß wird. Vieles läuft einfach in festen Rhythmen und ehrlich gesagt, hinterfrage ich das selten. Dabei steht schon ganz am Anfang in der Bibel: „Gott sprach: ‚Am Himmel sollen Lichter entstehen, um den Tag von der Nacht zu unterscheiden. Sie sollen Zeichen sein, anhand derer die Jahreszeiten und die Jahre bestimmt werden.‘“ (1.Mose 1,14) Dieser Gedanke beschäftigt mich. Ordnung, Rhythmus, Zeiten – all das scheint nicht zufällig zu sein. Vielleicht braucht unser Leben genau das: Lichtpunkte zur Orientierung, einen Wechsel von Arbeit und Ruhe, von Anfang und Pause. Mich fasziniert der Gedanke, dass hinter diesem Rhythmus kein kalter Ablauf steckt, sondern ein Gott, der sich Gedanken darüber gemacht hat, wie Leben gelingen kann.
Bernd Kortmann