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Geliebt statt abgelehnt

Jahrelang fühlte Leyla aus der Türkei sich einsam. Eine christliche Radiosendung veränderte alles.


Leylas* Leben war von Anfang an nicht leicht. Sie wuchs in der Türkei auf und schon ihre Geburt stand unter keinem guten Stern. Sehr lange wusste Leyla nicht, wo sie hingehörte. Denn sie war kein Wunschkind, ja, noch schlimmer: Sie war das Produkt einer Vergewaltigung.

Mit gerade einmal 15 Jahren war Leylas Mutter vergewaltigt worden. Das Ergebnis war Leyla – das ungewollte Kind einer Jugendlichen, die noch nicht alt genug war, sich selbst um ein Neugeborenes zu kümmern. Und so nahmen die türkischen Behörden Leyla ihrer Mutter weg. Das kleine Kind landete im Heim. Ungewollt, abgelehnt und allein.
 

Von Menschen vergessen, aber nicht von Gott

Während Leyla dort groß wurde, ging das Leben ihrer Mutter weiter. Sie wurde erwachsen, heiratete und bekam weitere Kinder. Als Leyla sie nach einigen Jahren kontaktiert, ist die Mutter nicht mehr an einer engeren Beziehung zu ihrer Tochter interessiert. Doch Gott hatte Leyla nicht vergessen. Er sorgte dafür, dass eine Familie Leyla aufnahm und sich um sie kümmerte. Diese Familie glaubte an Jesus.

Zuerst erfuhr Leyla wenig vom Glauben ihrer Pflegefamilie. Doch nach und nach erzählte die Familie Leyla mehr über Jesus. Aber vor allem erfuhr sie mehr durch die christlichen Jugendsendungen des türkischen Partners von TWR. Die Programme ermutigten sie. Denn sie beschäftigten sich genau mit den Fragen, die Leyla sich als Heranwachsende stellte.
 

Aus Nostalgie das Radio eingeschaltet und Jesus gefunden

Durch die Unterstützung ihrer Pflegefamilie konnte Leyla ein Studium beginnen. Nach einiger Zeit zog sie in eine andere Stadt und verlor den Kontakt zu ihren Pflegeeltern. Auch die christlichen Radiosendungen schien sie mittlerweile vergessen zu haben.

Als Leyla einige Jahre später wieder in ihre Heimatstadt zurückkehrte, nahm sie erneut Kontakt mit ihrer Pflegefamilie auf. Das Wiedersehen war herzlich und Leyla freute sich sehr, die Menschen wiederzutreffen, denen sie so viel zu verdanken hatte.

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Als die Pflegeeltern sie danach fragten, ob sie immer noch die christlichen Programme hörte, verneinte Leyla. Doch ihr Interesse war geweckt. Aus reiner Nostalgie schaltete sie bei nächster Gelegenheit die christlichen Jugendsendungen ein. Eine Woche lang hörte sie regelmäßig zu. Dann traf sie eine Entscheidung für Jesus.
 

„Durch Jesus habe ich gefunden, was mir immer fehlte“

Heute sagt Leyla über ihr Leben: „Ich habe mich immer abgelehnt und einsam gefühlt. Ich hatte nie jemanden, zu dem ich gehöre. Ich kann kaum beschreiben, was in mir passiert ist, als ich Jesus in mein Leben aufnahm. Aber es war, als ob ich endlich gefunden hatte, was mir immer fehlte.!“

Wie Leyla geht es vielen Jugendlichen in der Türkei. Sie sind auf der Suche nach ihrem Platz in der Welt, stehen vor existenziellen Fragen oder müssen mit einer schwierigen Familiensituation klarkommen. Das Radioteam in der Türkei erhält etliche Rückmeldungen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, etwa 500 pro Halbjahr. Sie berichten TWR, wie sie durch die Sendungen neue Hoffnung erhalten oder sogar zum Glauben gefunden haben. Die meisten Rückmeldungen stammen von neuen Hörern, viele von Jugendlichen mit einem muslimischen Hintergrund.

Fünfmal wöchentlich strahlt TWR eine Radiosendung für Jugendliche aus, in der neben Musik persönliche Lebensberichte einen zentralen Programmpunkt bilden. Durch die Sendereihe lernen die Zuhörer Jesus kennen und erfahren zum ersten Mal, dass Gott sie liebt. Diese Botschaft hat auch Leyla erreicht und ihr Leben grundlegend verändert.


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