Portrait

Getäuscht

Mit der Hochzeit beginnt für Laila aus Algerien ein Alptraum

Vor kurzem meldete sich Laila* aus Algerien bei einer Mitarbeiterin von TWR. Sarah* arbeitet im Nahen Osten für den internationalen Radiopartner von ERF Medien. Am Telefon erzählte Laila Sarah ihre Geschichte: Laila stammt aus einem christlichen Elternhaus. Als sie sich in Mourad* verliebte, erklärte sie ihm, dass sie keinen Nichtchristen heiraten könne. Mourad schien aber sehr interessiert an ihrem Glauben. Eines Tages sagte er, er sei jetzt auch Christ. Nicht lange danach heirateten sie.

 Zur Sklavin degradiert

Noch in derselben Woche wurde Lailas Leben zum Albtraum. Mourad war wie verwandelt. Er zwang sie, ihren Kopf zu verhüllen und nach islamischen Regeln zu leben. Außerdem fing er an, sie regelmäßig zu schlagen. Der jungen Frau ging mit Schrecken auf, dass ihr Mann sie getäuscht hatte: Mourad war niemals zum Christentum konvertiert. Als Laila ihn darauf ansprach, lachte er und erwiderte: „Ich habe nur getan, was nötig war, um dich zu bekommen. Wenn du angenommen hast, dass ich mich zu deiner Religion bekehrt hätte, bist du dumm! Jetzt bist du in meiner Hand.“

Mourad zwang Laila, mit ihm zu seiner Familie zu ziehen. Seitdem führt die junge Frau das Leben einer Familiensklavin. Laila muss sich um den gesamten Haushalt der Großfamilie kümmern und noch dazu Mourads betagte Eltern pflegen. Sie darf nicht aus dem Haus gehen, in die Kirche schon gar nicht. Noch nicht einmal ihre Familie oder ihre Freunde darf sie sehen.

 Ein neuer Funken Hoffnung

 Als Mourad eines Nachts arbeiten musste, spielte Laila mit dem Knopf am Radiogerät. „Da stieß sie auf unsere kabylische Sendung Frauen mit Hoffnung“, so TWR-Mitarbeiterin Sarah. „In den Sendungen vermitteln wir, dass Frauen für Gott wertvoll sind und er sie liebt.“ Laila fühlte sich, als ob die Sendung direkt zu ihr spräche. Auf einmal hatte sie wieder einen Funken Hoffnung für ihr Leben. Heimlich begann sie, auch andere TWR-Sendungen zu hören. Eines Tages rief sie bei TWR an und konnte mit Sarah über ihre Situation sprechen: „Ich habe sie am Telefon ermutigt. Laila bereut es sehr, dass sie auf Mourad hereingefallen ist. Ihre Freunde und ihre Familie hatten sie vor diesem Mann gewarnt. Aber Laila war so verliebt, dass sie alle Warnungen in den Wind schlug.“

Zurzeit hat Laila keine Möglichkeit, ihre Situation zu verändern. Wenn ihr Mann herausfindet, dass sie Kontakt mit TWR aufgenommen hat, bekommt sie große Schwierigkeiten. Deswegen beten die Kollegen von TWR, dass Gott eingreift und dieser verzweifelten Frau in ihrer Not hilft. „Am liebsten würden wir in ihr Haus stürmen und sie befreien“, berichtet Sarah. „Doch das ist leider ist nicht so einfach. Zumindest können wir ihr am Telefon zuhören, sie ermutigen und für sie beten.“ Der Kontakt mit anderen Christen tue Laila sehr gut, so die besorgten Mitarbeiter.

Laila ist nicht die erste Person, die zufällig auf die TWR-Radiosendungen gestoßen ist: „Wir beten, dass noch viele weitere notleidende Frauen auf unser Programm „Frauen mit Hoffnung“ aufmerksam werden und dadurch Hoffnung und Trost für ihr Leben finden“, sagt Sarah.

*Namen geändert.


Kommentare

Von Heike am .

Ich bete für Dich Laila* .
Gib die Hoffnung nicht auf.
Gott kann aus scheinbar krummen Wegen gerade machen.
Er kann Berge versetzen.
Herr Jesus sei Du bei Ihr halte du sie fest in deiner Hand.
Herr sei auch bei allen anderen Frauen die so behandelt werden.
Es sind deine Königskinder kümmere dich um sie.
Danke für deine Liebe.
Amen

Von Annett am .

Ich denke Vorwürfe sind so ziemlich das letzte was die arme Frau gebrauchen kann.
Als junges Mädchen ist man halt oft naiv gutgläubig und unerfahren da kann man doch nicht sagen,dass das nun der Preis für Ungehorsam war.jeder macht Fehler.
Das wichtigste und wertvollste für sie sind nun nicht Belehrungen und Vorhaltungen sondern dass Leute für sie beten,was besseres kann ihr nicht passieren und dass Jesus eingreift und sie herausholt aus dem Elend.der Kontakt zu Twr ist ja schon ein Signal von Jesus dass sie nicht alleine ist mit ihrem verpfuschten leben

Von cepeto am .

Ich bete für Dich dass Du nie von der Hoffnung verlassen wirst,Der Herr wird Dich erretten Du wirst wieder ein besseres Leben
geschenkt bekommen.

Von Heike am .

"Gottes Barmherzigkeit ist nicht zu Ende; sie ist jeden Morgen neu, und deine Treue ist groß! Der Herr ist mein Teil! spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen.
Der Herr ist gütig gegen die, welche auf ihn hoffen, gegen die Seele, die nach ihm sucht. (Klagelieder 3,22b-25)
Liebe Laila,
ich bete für Dich, dass Du den Mut nicht verlierst und jeden Tag neu erlebst, dass der Herr Jesus dich nicht im Stich lässt! Deiner Familie wünsche ich, dass sie Jesus Christus begegnen - und frage mehr

Von Theresa Folger am .

Es stimmt: Wenn wir falsche Entscheidungen treffen, müssen wir oft auch mit den Konsequenzen leben. Bei Laila sind diese Konsequenzen leider besonders tragisch. Trotzdem dürfen wir uns daran festhalten, dass Gott ein Gott der zweiten Chancen ist. Deshalb gibt es auch für Laila Hoffnung in ihrer Situation. Und es ist gut, wenn sie von anderen ermutigt wird, an dieser Hoffnung festzuhalten.

Von Barbara am .

Liebe Laila! Du bist nicht alleine schau wir Menschen machen Fehler und so wie du bist darfst du vor Gott hertreten und Ihm alles sagen, Gleichgültig welche Fehler du machst! Sei stark in deinem Christlichen Glauben! Jesus wird dich da durchtragen! Schau Gott hat dich zum TWR-Radiosender geführt der dir Trost und Kraft spendet! Ich bin mit meinen Gedanken bei dir und bete für dich! "Seid fröhlich in Hoffnung Geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet! Römer 12,12

Von Anita am .

Mit meinen Gebeten bin ich bei Laila. Wir haben einen gnädigen und barmherzigen Herrn, der die Sünden vergibt. Wo wir keinen Ausweg sehen, Gott hat einen Weg. Er läßt seine Kinder nicht im Stich, die auf ihn hoffen. Ich wünsche Laila Gottes Segen und Kraft, möge der Herr Gnade geben, daß sie TWR weiter hören kann. Ich bete, daß auch ihr Mann Jesus begegnet. Gott segne den wertvollen Dienst dr TWR Mitarbeiter und lege seine schützende Hand über Laila und Sarah. Jesus lebt! ♥ liche Grüße

Von Judith am .

Das Schicksal von Laila ist sehr traurig. Trotzdem muss man, wenn man all das liest, auch ganz klar sagen, dass Gott sie vor der Hochzeit durch Freunde und Verwandte gewarnt hat. Und ganz sicher auch durch ein leises Gefühl in ihrem Inneren, wenn sie ganz ehrlich ist... Doch sie wollte nicht auf Gottes Stimme hören. Und dieses schreckliche Leben, das sie jetzt führen muss, ist nun leider der Preis dafür...
Ungehorsam in Gefühlsfragen ist auch in unseren Breiten ein großes Problem.
Anfechtungen mehr


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