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„Mein Herz wurde immer kälter“

Thomas Feurers Pakt mit dem Teufel entpuppt sich als Albtraum

Thomas ist gerade 10 Jahre alt, als er ein teuflisches Ritual vollzieht. In einem Comic hat er gelesen, dass man Blut braucht, wenn man es richtig machen will. Also köpft er einen Vogel und verspricht Satan, ihm zu dienen, wenn der ihm zu Anerkennung und Stärke verhilft. Angst vor dunklen Mächten hat er nicht. Sein bisheriges Leben macht Thomas viel mehr Angst. Er will sich an den Menschen rächen, die ihn verletzt haben.

Die Ablehnung durch den Vater, die Hänseleien wegen seiner starken Akne – das hat Spuren hinterlassen. Doch das Schlimmste ist der fortgesetzte sexuelle Missbrauch durch einen älteren Nachbarsjungen. Thomas sucht Halt in der Kirche, doch als der Pfarrer der Kinderpornografie überführt wird, bricht seine Welt endgültig zusammen. Er fasst den Entschluss: Wenn ich bei Gott keine Hilfe finde, dann eben auf der dunklen Seite.

„Hornhaut auf dem Gewissen“

Nach seinem Schwur scheint sich für Thomas tatsächlich alles zum Guten zu wenden. Plötzlich ist er beliebt. Nach der Ausbildung bekommt er sofort eine leitende Position. Was er anfasst, gelingt ihm. Er bewirbt sich auf Stellen, für die er eigentlich gar nicht qualifiziert ist, bekommt sie und hat Erfolg. Egal ob als Verkaufsleiter oder Hotelmanager. Er arbeitet nebenbei als Model, wird auf jede Party eingeladen und verkehrt in den angesagtesten Clubs der Stadt.

Äußerlich hat er Erfolg, aber innerlich fühlt er sich leer. „Mein Herz wurde immer kälter“. Seine Mutter bemerkt, dass er nicht mehr lachen kann, doch sie kommt nicht mehr an ihn heran. Gleichzeitig rutscht Thomas immer tiefer in die Drogensucht. Er beginnt mit Joints und landet bald bei Heroin und synthetischen Drogen. Er beginnt zu stehlen und zu betrügen. „Ich hatte irgendwann eine Hornhaut auf dem Gewissen und war bereit, über Leichen zu gehen.“

Trotz der Drogensucht arbeitet er weiter und hält nach Außen hin den Schein eines erfolgreichen Lebens aufrecht. 13 Jahre lang funktioniert dieses Doppelleben, doch dann ist die Sucht stärker. Er landet auf der Straße. Alles dreht sich nur noch um den Stoff. Er schläft im Gebüsch, isst aus Abfalleimern, dealt und schreckt auch nicht davor zurück, Menschen zu verletzen. Nach drei Jahren bricht er zusammen. Völlig verwahrlost liegt er am Hauptbahnhof, abgemagert auf 43 Kilo. Im Krankenhaus kommt er wieder zu sich. Klitschnass. Man hat ihn abspritzen müssen, weil er so gestunken hat.

Seine Sucht und Krankheiten sind auf einen Schlag weg

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Sein Bruder besucht ihn dort. Er ist Christ und bringt ihm eine Bibel mit, die Thomas lesen soll. Er ist entsetzt. Er kann das Buch nicht aufschlagen, alles in ihm wehrt sich dagegen. Doch irgendwann ist seine Verzweiflung größer als seine Ablehnung. Er liest von Jesus Christus und dass er für die Schuld jedes Menschen am Kreuz bezahlt hat. „Ich brach zusammen. Ich wusste um meine Schuld, die war wie ein riesiger Rucksack, den ich mit mir herumschleppte. Und da war plötzlich Jesus, der mir das abnehmen wollte. Das war der Trip meines Lebens.“

Die Begegnung mit Gott hat das Leben von Thomas nachhaltig verändert. Heute ist er verheiratet und hat zwei Kinder. Er arbeitet bei „Endlesslife“ als Streetworker und hilft anderen Menschen, aus Sucht und Obdachlosigkeit heraus zu kommen. „Ich möchte das Licht Gottes dahin bringen, wo es am finstersten ist: in die Drogenszene.“


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