Portrait

Hinter den Kulissen der Kelly Family

Patricia Kelly über Ruhm und die Schattenseiten des Erfolgs

 

Patricia Kelly über die dunkelsten Momente ihres Lebens, zu Gast bei: Mensch, Gott!: „Was wirklich zählt“
Foto: © ERF Medien

1996 ist die legendäre „Kelly Family“ auf dem Höhepunkt ihres Erfolges. Die Fans lieben die Musik und das Lebensgefühl einer heilen, alternativen Welt, das diese ungewöhnliche Familie vermittelt. Die Band füllt riesige Stadien. Nur eine fehlt. Während ihre Geschwister den Ruhm und die Begeisterung genießen, liegt Patricia krank im Bett. Sie ist halbseitig gelähmt und hat große Schmerzen.

„Patricia ist das härteste Weibsbild der Branche“

Seit 1992 ist sie als Musikerin und Songwriterin nicht nur Teil der Band, sondern auch Managerin der „Kelly Family“. Sie übernimmt weltweit alle Verhandlungen über Auftritte und Konditionen, ist Ansprechpartnerin für Presse und Medien, organisiert das Marketing und ist verantwortlich für die über 200 Mitarbeiter. Geschäftspartner sagen über sie: Patricia ist das härteste Weibsbild der Branche. „Ich empfand das als Kompliment für meine Arbeit, auch wenn ich privat ein ganz anderer Typ bin.“

Patricia freut sich über den Erfolg. Das Kelly-Album „Over the Hump“ wird zum meistverkauften der deutschen Musikgeschichte. Bei den großen Musiksendern laufen die Clips dazu rauf und runter. Patricias Song „First Time“ ist in den Bravo TV Charts lange Zeit die Nummer eins. Aber sie leidet auch unter den Schattenseiten des Ruhms: die Erwartungen, der Stress im Showbusiness, die eingeschränkte persönliche Freiheit durch Fans und Medien. Es gibt Momente, die ihr regelrecht Angst machen. Etwa, als nach einem Konzert der Tourbus von Fans belagert wird, sie das Gefühl hat, von den Massen erdrückt zu werden, nur noch kreischende Menschen und Hände auf den Autoscheiben sieht. „Ich habe manchmal darüber nachgedacht auszusteigen. Aber das war unmöglich. Ich liebe die Musik und ich liebe meine Familie. Also habe ich weiter gemacht.“

Halbseitige Lähmung ändert alles

Mit 23 Jahren wird sie krank. Eine Rückenmarksentzündung, vermutlich ausgelöst durch einen Zeckenbiss. Nur noch einige wenige Termine kann sie wahrnehmen. Mit viel Makeup werden die Spuren von Krankheit und Schmerz in ihrem Gesicht überdeckt. Irgendwann geht nichts mehr. Ihre linke Körperhälfte ist gelähmt. Die Schmerzen sind kaum noch auszuhalten. Während ihre Geschwister vor 100.000 Fans auftreten, liegt sie allein zu Hause. Ruhiggestellt. Ausgebremst. Von 100 auf 0. Viele Fragen gehen ihr durch den Kopf. „Wer bin ich, wo komme ich her, wo gehe ich hin. Das war plötzlich ganz wichtig für mich. Bisher hatte ich keine Zeit, mir darüber Gedanken zu machen. Aber in dieser Situation hat Gott mir sozusagen einen Spiegel vorgehalten, in dem ich mein Leben angeschaut habe. Das war echte Gnade, weil ich sehr, sehr unglücklich war, aber es vor lauter Beschäftigung gar nicht gemerkt habe. Meine Seele war leer.“

Patricia hat schon als Kind an Gott geglaubt. Jetzt entdeckt sie diesen Glauben wieder. „Als Kind hatte ich ein Bild von Jesus an meinem Bett hängen. Dem habe ich abends immer ein Küsschen gegeben und gebetet: Lieber Jesus, hilf mir. Als Erwachsene hatte ich ihn dann in den Hintergrund gedrängt. Aber jetzt wollte ich neu mit ihm anfangen. Ich habe gemerkt: Gott ist die Wahrheit! Und für mich war ganz klar, ich muss mein Leben ändern. Ich will mein Leben mit Gott, in Gott, durch Gott leben.“

„Der Glaube steht heute für mich an erster Stelle“

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Das umzusetzen und neue Schwerpunkte zu finden, ist ein langer Prozess, in dem Patricia noch vieles aus ihrer Vergangenheit verarbeiten muss: Der Druck, der sich über die Jahre angestaut hat, die Trauer, dass sie nie ihre eigenen Bedürfnisse wahrgenommen hat und nur für die Familie und die Fans da war, oder den Schock, dass sie mit 12 schlagartig erwachsen werden musste, als ihre Mutter an Brustkrebs starb.

Doch die Begegnung mit Gott am tiefsten Punkt ihres Lebens hat Patricia die Kraft gegeben, sich selbst zu finden und ihr Leben neu zu gestalten. Sie steigt aus dem Familienbusiness aus und verwirklicht eigene musikalische Projekte. „Für mich steht heute mein Glaube an erster Stelle, das ist meine absolute Kraftquelle, meine große Stütze. Ich bin dankbar, dass Gott mir meinen Mann geschenkt hat und meine beiden Söhne. Und dass ich meine Musik habe. Das ist meine Art etwas weiterzugeben von meinem Leben und meinem Glauben.“


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Kommentare

Von Paul S. am .

was Patricia Kelly erfahren durfte in Ihrer schweren Krankheit ist wirklich das Eingreifen Gottes in unser Leben , wenn wir uns dafür öffnen . So war es auch bei Ignatius von LLoyola , Er war ei echter Haudegen und Kämpfer der spanischen Basken im Kampf mit französischen Basken , bis eine schwere Verletzung Ihn bettlägrig machte und in diesen schweren Stunden eher zufällig mit der hl. Schrift bzw. Jesus Berichte in Berührung kam und eine tiefe innere Erregung auslöste die fortan sein Leben mehr


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