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Plastik ade!

6 Tipps, die dein Leben in puncto Müllvermeidung revolutionieren.


Plastikmüll zu vermeiden ist ein Ziel, das sich immer mehr Menschen setzen. Doch wo soll man anfangen? Oft lässt man sich sehr schnell entmutigen, weil in vielen Bereichen der Plastikverzicht schier unmöglich scheint. Deshalb habe ich einige Tipps zusammengestellt, mit denen man recht leicht einiges an Plastik einsparen kann.

Zusätzlich zu diesen eher allgemeinen Tipps gebe ich dir noch eine Kurz-Checkliste an die Hand, die dir das Einkaufen erleichtern wird. Außerdem erhältst du in diesem Artikel Life-Hacks und Rezeptvorschläge, die dir helfen, Kosmetik selbst herzustellen und so Müll einzusparen.
 

1. Stelle deinen Wasserkonsum um!

1,5 bis 2,5 Liter ist die täglich empfohlene Trinkmenge für einen Erwachsenen. Dieses Wasser kann aus dem Wasserhahn kommen oder aus einer Wasserflasche. Am ökologischsten ist ganz sicher der Umstieg auf Leitungswasser. Leitungswasser hat in Deutschland eine hohe Qualität und es gibt Anbieter wie Sodamax, die es möglich machen, Sprudelwasser aus Leitungswasser herzustellen.

Aber auch wer nicht auf Leitungswasser umsteigen will, kann zumindest über einen Wechsel von PET- auf Glasflaschen nachdenken. Für die Reise und unterwegs bieten sich hochwertige Plastik- oder Glasflaschen an, die immer wieder ausgespült und wiederverwendet werden können. Unser Verbrauch an PET-Flaschen ist dadurch nahezu auf 0 runtergegangen.
 

2. Reduziere Waschmittel!

Wäsche waschen ist etwas, was in jedem Haushalt regelmäßig anfällt und keineswegs ökologisch ist. Zum einen sind die Inhaltsstoffe oft schädigend für das Grundwasser, zum anderen fällt Müll an. Meist kommt sogar zum Waschmittel an sich noch Weichspüler oder Kalklöser hinzu. Eine Waschkugel oder auch Waschnüsse machen ein ökologischeres Wäschewaschen möglich. Einige Waschkugeln reduzieren nur die Menge des Waschmittels, was benutzt werden muss; andere kann man komplett ohne Waschmittel verwenden. Allerdings sollte man dann Flecken mit einem Fleckenspray oder Gallseife vorbehandeln.
 

3. Sag Goodbye zu Wattepads, Kosmetik- und Feuchttüchern!

Wattepads und Kosmetiktücher sind praktisch, gerade für uns Frauen. Zum Abschminken und zum Abnehmen von Nagellack braucht man sie einfach. Doch wenn ich abends wieder mal 3 bis 4 Wattepads verbraucht hatte, fragte ich mich oft: Geht es auch anders? Ja, es geht. Mittlerweile habe ich wiederverwendbare Baumwollpads, die nach jedem Gebrauch einfach in die Waschmaschine wandern. Andere ökologische Alternativen sind spezielle Waschhandschuhe oder Mikrofasertücher. Auch hier braucht es etwas Ausprobieren, was das passende Produkt ist. Aber am Ende freut man sich über den eingesparten Müll.
 

4. Recycle selbst!

Wie soll das denn gehen, fragst du dich jetzt vielleicht. Ganz einfach. Du kannst das Einwegglas deiner Nudelsoße einfach ausspülen und als Marmeladenglas wiederverwenden. Auch für die Aufbewahrung unverpackter Kosmetika kannst du vieles wiederverwenden, zum Beispiel die Tupperdose mit dem Loch, in der du dein Frühstücksbrot nicht mehr transportieren willst.

Meine Seifensammlung hat ein neues Zuhause in alten Keksdosen gefunden. Auch Plastikfläschchen in Minigröße braucht man meist nicht wegzuwerfen, sondern kann sie ausspülen und für den nächsten Urlaub wieder neu mit seinem Lieblingsduschgel auffüllen. Mittlerweile achte ich schon beim Kauf auf die Wiedergebrauchsmöglichkeiten von Verpackungen.
 

5. Sei vorbereitet!

Oft kaufen wir Produkte mit Plastikverpackung nicht, weil wir es wollen, sondern weil wir in eine Situation geraten, in der wir uns zum Plastikkonsum gezwungen fühlen. Das kann so aussehen: Ich bin unterwegs und habe mir nichts zu essen oder trinken mitgenommen, nun meldet sich Hunger oder Durst. Also kaufe ich mir eine Einwegflasche mit Wasser und einen Müsliriegel. Oder ich kaufe spontan ein und habe keine Tasche dabei – zack, muss ich eine Plastiktüte mitnehmen. Beide Situationen haben eins gemeinsam – sie müssten nicht sein. Wo kaufst du Plastik, obwohl du es nicht willst? Überlege dir, ob es vielleicht daran liegt, dass du für diese Situation nicht vorgesorgt hattest. Und wenn dem so ist, wie kannst du diesem Problem in Zukunft begegnen?
 

6. Sei sparsam mit Müll, wo immer es möglich ist!

Dieser Tipp ist einer der wichtigsten und doch der schwerste. Es ist und bleibt nun mal so: Das Meiste, was wir kaufen, ist in Plastik abgepackt. Man kann Plastik beim Kauf vermeiden, aber am effektivsten vermeiden wir Plastik, indem wir weniger und bewusster einkaufen. Ich rate nicht dazu, auf irgendwelche Lebensmittel nur wegen des Mülls zu verzichten. Aber wir können sparsam sein, indem wir ein anderes Produkt mit weniger Verpackungsmüll oder eine größere Packung mit mehr Inhalt kaufen.

Bei Luxusartikeln wiederum sollten wir uns ab und zu mal die Frage stellen: Brauche ich das wirklich? Oft reicht diese Frage schon aus, um uns zu erinnern, dass wir einen Gegenstand nicht unbedingt brauchen oder mit dem Kauf zumindest noch warten können.

 

Kurz-Checkliste für Plastikvermeidung

Neben diesen recht grundsätzlichen Tipps gibt’s auch ein paar konkretere Handlungsanweisungen, die dir in Alltagssituationen helfen können, Plastik zu vermeiden. Du kannst dir diese Liste zum Beispiel ausdrucken und im Geldbeutel immer mitnehmen. Dann denkst du daran, dich an diese simplen Regeln zu halten. Natürlich kannst du sie um jede gute Idee, die dir selbst kommt, ergänzen. Hinterlasse gerne einen Kommentar unter dem Artikel und teile deine Tipps mit anderen.

  • Gehe nie ohne eine Tasche aus dem Haus.
  • Kaufe nur Wattestäbchen ohne Plastikstab.
  • Bestelle bei Getränken den Strohhalm ab.
  • Nutze einen wiederverwendbaren Coffee-to-Go-Becher.
  • Entscheide dich möglichst immer für das Produkt mit der geringsten Verpackung.
  • Ziehe Mehrweg-Verpackungen Einweg-Verpackungen vor.
  • Prüfe, ob du Verpackungen wiederverwenden kannst, bevor du sie wegschmeißt.
  • Vermeide Produkte mit Mehrfach-Verpackungen (Beispiel: einzeln verpackte Schokoriegel/Gummibärchen).
  • Kaufe hochwertige Produkte, die eine lange Nutzungsdauer haben.

 

Kosmetik selbst herstellen – Tipps und Rezepte

Kosmetik selbst herzustellen ist nicht so schwer, wie man vielleicht meint. Aber auch keineswegs so leicht wie die unzähligen Anleitungen im Internet vermuten lassen. Je mehr Inhaltsstoffe man vermischen muss, desto schwieriger ist es oft. Das eigentliche Problem ist aber die Haltbarkeit. Denn selbsthergestellte Kosmetik enthält selten Konservierungsmittel; diese aber sorgen erst für die lange Haltbarkeit von Kosmetika. Es bietet sich daher an, mit leichten Produkten zu beginnen und erstmal auszutesten, wie man mit dem Herstellen von Kosmetik klarkommt.

Das eigentliche Problem ist die Haltbarkeit. Selbsthergestellte Kosmetik enthält selten Konservierungsmittel; diese aber sorgen erst für die lange Haltbarkeit von Kosmetika. Es bietet sich daher an, mit leichten Produkten zu beginnen.

 

Ganz einfach kann man damit anfangen, Kokosöl als Haaröl oder Haarkur zu nutzen. Hier findest du 6 Möglichkeiten dazu. Aber Vorsicht! Kokosöl ist sehr reichhaltig. Feines Haar kann damit schnell überfordert sein. In diesem Fall kannst du das Kokosöl aber ganz einfach zum Kochen oder Backen verwenden. Was sich auch leicht selbst herstellen lässt, ist der immer beliebtere Waschschaum. Ob nun zum Duschen, als Seifenersatz oder für die Gesichtsreinigung, du kannst ihn ganz einfach selbst machen, indem du etwas von dem gewünschten Produkt mit Wasser mischen und in entsprechenden Spender geben. In diesem Video findest du eine genaue Anleitung zur Herstellung von Waschschaum.
 

 

Auch kannst du aus deiner Lieblingsbadekugel mit unparfümiertem Duschgel zusammen ganz einfach Duschgel herstellen. Einfach die Badekugel mit einem Mörser zerkleinern und dann das Duschgel unterrühren. Dadurch dass die feinen Bestandteile der Badekugel sich nicht ganz auflösen, weist das Duschgel dann sogar einen ganz leichten Peelingeffekt auf. Vorsicht allerdings bei der Herstellung! Das Produkt kann anfangs ziemlich aufschäumen und sollte daher nicht direkt umgefüllt werden.

Sehr empfehlenswert ist auch diese nährende Gesichtsmaske aus Zutaten, die man größtenteils eh im Haus hat: Bananen, Mandeln, Haferflocken und Kokosöl. Einzig das Glycerin muss man in der Apotheke besorgen. Will man auf das Glycerin verzichten, kann man auch zu dieser abgeänderten Version des Rezepts greifen. Passend zur Gesichtsmaske kann man Grün- oder Schwarzteebeutel auf die Augen geben. Der Geheimtipp ist hier, die Beutel nur ganz kurz mit heißem Wasser aufzugießen und sie dann abkühlen zu lassen, bevor man sie auf die Augen gibt. Das hilft gegen Augenringe.

 

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