Serviceartikel

Gemeinsam im Glauben wachsen

5 Tipps, wie Sie ein guter Mentor werden.

Haben Sie jemanden, der Ihnen zuhört, wenn Sie ein Problem haben oder einfach einen guten Rat brauchen? Wenn ja, dann haben Sie großes Glück. Nicht alle Menschen haben Personen in ihrem Leben, die sie als gute Ratgeber bezeichnen würden. Gerade junge Christen leiden oft darunter, niemanden zu haben, der ihnen bei Glaubensfragen weiterhilft. Das ist besonders für Christen ein Problem, die in Ländern leben, in denen sie einsam und isoliert sind, weil es keine Gemeinde in der Nähe gibt oder sie ihren Glauben nur heimlich ausüben können.

Einmal im Monat verschicken wir per Mail einen Newsletter samt Gebetskalender zu verschiedenen Anliegen der Arbeit von „Women of Hope“. Erfahren Sie mehr über diesen monatlichen Newsletter.

Deswegen unterstützt „Women of Hope“ es, wenn christliche Frauen anderen Frauen Unterstützung anbieten: in ihrem persönlichen Leben, in praktischen Alltagsfragen, aber auch und gerade in ihrem Glaubenswachstum. Denn viele Fragen lassen sich nicht allein durch das Bibelstudium beantworten. Gerade wenn es darum geht, wie der Glaube im eigenen Leben sichtbar und wirksam wird, braucht es das Feedback von anderen Christen. Deswegen widmet sich der monatliche Gebetskalender von „Women of Hope“ im Mai ganz besonders dem Gebet für Mentoringbeziehungen.

Erwartungen klären, ist der Anfang einer guten Mentoringbeziehung

Doch nicht nur Frauen in Asien, Afrika oder Südamerika sehnen sich nach einem guten Mentoring. Auch in Deutschland gibt es viele Frauen, die sich eine andere Frau in ihrem Leben wünschen, die ihnen hier und da mal mit Rat und Tat zur Seite steht. Vielleicht sind Sie selbst auf der Suche nach so jemandem oder aber Sie möchten Ihr Wissen und Ihre Erfahrung gerne an andere weitergeben, wissen aber nicht genau wie. Wenn dem so ist, haben wir wertvolle Tipps für Sie parat, wie gutes Mentoring gelingen kann – und zwar unabhängig davon, ob ein Mann oder eine Frau das Mentoring anbietet.

Vor jeder guten Mentoringbeziehung ist es zunächst einmal wichtig, sich über die gegenseitigen Erwartungen auszutauschen. In welchem Bereich möchte der Mentee wachsen? Wie oft sollen die Treffen stattfinden und in welchem Umfeld? Manche Menschen ziehen ein persönliches Umfeld vor, andere treffen sich lieber an einem neutralen Ort wie einem Gesprächsraum in der Gemeinde, einem Café oder in einem Park. Auch ist es wichtig zu klären, wie genau die Treffen ablaufen sollen. Sucht der Mentee vor allem Antworten auf konkrete Fragen oder braucht er jemanden, der ihm erstmal zuhört, um Klarheit in seine eigenen Gedanken zu bringen?

Wenn diese grundsätzlichen Fragen geklärt sind, ist das ein gutes Fundament für eine gelingende Mentoringbeziehung. Des Weiteren werden Ihnen als Mentor diese fünf Tipps helfen, um Ihren Mentee gut zu unterstützen und selbst durch die Mentoringbeziehung zu wachsen.

1. Stellen Sie sich Gott zur Verfügung!

Gutes Mentoring ist nur möglich, wenn Christen bereit sind, andere Christen als Mentoren zu begleiten. Oft stehen wir uns hier selbst im Weg, weil wir glauben, nicht erfahren genug zu sein, um jemand anderen zu begleiten. Doch das stimmt nicht. Jeder Christ, der in Abhängigkeit zu Gott lebt und bereits Erfahrungen mit ihm gesammelt hat, hat etwas weiterzugeben. Wenn Sie schon einmal vor einer schwierigen Entscheidung standen oder lange auf eine Gebetserhörung warten mussten, befähigt Sie das, anderen Christen in derselben Situation Mut zuzusprechen.

Gleichzeitig gibt es viele Christen, die sich Begleitung wünschen, aber nicht den Mut haben, darum zu bitten. Deswegen ist der erste wichtige Tipp: Seien Sie mutig und lassen Sie sich von Gott führen! Er wird Ihnen zeigen, in welchem Umfang und an wen Sie Ihre Erfahrungen weitergeben sollen. Und er wird Sie auch darauf hinweisen, wenn Sie selbst Mentoring nötig haben.

2. Seien Sie ehrlich und authentisch!

Vielleicht haben Sie direkt einen Menschen aus Ihrem eigenen Umfeld vor Augen, wenn Sie sich einen guten Mentor vorstellen. Eventuell ist diese Person Ihr Vorbild, wenn es darum geht, Ihre eigene Mentoringbeziehung zu leben. Solch ein Vorbild kann gut sein, aber es kann auch schaden. Dann nämlich, wenn es Sie davon abhält, ehrlich und authentisch zu sein. Denn einer der wichtigsten Punkte für gelingendes Mentoring ist, dass Sie authentisch sind. Wenn Sie nicht alle Antworten parat haben, geben Sie es zu. Wenn Sie selbst Schwierigkeiten erleben, dürfen Sie auch das ehrlich ansprechen. Denn das schafft eine Atmosphäre der Offenheit, in der auch andere Menschen gerne ihre eigenen Sorgen und Nöte teilen.

3. Seien Sie bescheiden!

Nichts ist so frustrierend wie ein Ratgeber, der alles besser weiß. Natürlich ist es toll, wenn Sie aus einem großen Schatz an Erfahrungen schöpfen können und sich gut in der Bibel auskennen. Doch Ihr Mentee wird Ihnen nicht zuhören, wenn Sie überheblich wirken. Daher seien Sie bescheiden! Wenn Sie Ihrem Mentee Tipps geben, tun Sie das wertschätzend und bedenken Sie dabei, dass auch Sie sich irren können. Selbst wenn Sie auf Ihrer Glaubensreise schon weiter sind als Ihr Mentee, schauen Sie nie auf ihn herab. Auch in Ihrem Leben gibt es Bereiche, in denen Sie noch wachsen müssen. Seien Sie sich dessen bewusst und geben Sie diese ehrliche Sicht auf sich selbst auch an andere weiter.

4. Hören Sie aufmerksam zu!

Eine ganz wichtige Eigenschaft, um ein guter Mentor zu sein, ist gut zuhören zu können. Dabei ist nicht nur wichtig, dass Sie genau hinhören, was Ihr Mentee Ihnen erzählt. Gutes Zuhören umfasst auch, gute Fragen zu stellen. Daher denken Sie nicht nur mit, wenn Ihr Mentee mit Ihnen spricht; denken Sie weiter. Hinterfragen Sie ihn, hinterfragen Sie aber auch sich selbst. Lenken Sie das gemeinsame Gespräch immer wieder auf die Punkte, an denen Sie gemeinsam arbeiten wollen. Und dann stellen Sie die Fragen, die Ihrem Mentee helfen, selbst zu erkennen, was Sie ihm gerade vermitteln möchten.

5. Weisen Sie auf Jesus hin!

Christliches Mentoring unterscheidet sich elementar von normalem Coaching. Denn nicht Sie sind der große Ratgeber, der alles wissen muss. Vielmehr spricht Gott als Ratgeber durch Sie zu einem anderen Menschen. Ganz gleich ob Ihr Mentee in seinem persönlichen Leben, in seinen familiären Beziehungen oder in seinem Glauben wachsen will, der gemeinsame Glaube sollte daher immer einen wichtigen Platz in Ihren Treffen einnehmen.

Als Christen sind wir überzeugt, dass ein tiefes Verständnis der Bibel und eine lebendige Beziehung mit Jesus Christus entscheidend dafür ist, im eigenen Leben und Glauben zu wachsen. Geben Sie dieses Wissen weiter. Selbst wenn es in den Gesprächen mit Ihrem Mentee weniger um Glaubensfragen, sondern mehr um persönliche Lebensfragen geht, kann es helfen, das Treffen mit einem Gebet zu beginnen und zu beenden, um sich auch in diesen Fragen bewusst auf Jesus auszurichten.


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