Andacht Lesezeit: ~ 2 min

Hilfe, was passiert mit mir?

Was macht Gott mit meinem Leben, wenn ich ihm das Steuer überlasse? Eine Andacht

Worauf lasse ich mich ein, wenn ich Gott die Entscheidung übergebe, wie mein Leben weitergeht? Wenn ich ihm anbiete: „Gott, übernimm du das Steuer in meinem Leben. Schick mich dahin, wo du mich haben möchtest.“ Wenn ein Lebensabschnitt sich dem Ende neigt und ich noch nicht weiß, was auf mich zukommen wird, frage ich mich jedes Mal: Ist das Leichtsinn oder blindes Vertrauen, Gott die Wahl zu lassen? Wer weiß, was dabei rauskommen wird! Schauen wir uns mal ein Beispiel von jemanden an, der so verrückt war, Gott genau dieses Angebot zu machen: Jesaja.

„Hier bin ich“

Während Jesaja eines Tages nichtsahnend Zeit im Gebet verbringt, hört er plötzlich die Stimme des Herrn sprechen:  „Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein?“ Jesaja scheint gar nicht zu zögern, sondern antwortet prompt: „Hier bin ich, sende mich!“ (Jesaja 6,8) Kurz und bündig; das ist die Geschichte, wie Jesaja zum Propheten berufen wurde. Er war einfach „nur“ bereit zu gehen.

Wie es für Jesaja weitergeht? Er erhält Botschaften von Gott, die er weitergeben soll. Mal richten sich seine Worte an ganze Völker, mal an einzelne Personen. Hauptsächlich handelt es sich um unangenehme Wahrheiten. Jesaja ermahnt sein Volk, sich wieder Gott zuzuwenden, sonst könne es ungemütlich werden. Er ermahnt die obersten Chefs des Volkes, sich von ihrer ungerechten Herrschaft abzuwenden und endlich für Gerechtigkeit zu sorgen. Er spricht religiöse, politische und soziale Missstände direkt an. Klar, dass er sich damit kaum Freunde macht.

Gottes Auftrag hat dazu geführt, dass Jesaja ein unbequemer Mensch wurde. Natürlich war das, was er gesagt hat, richtig und gut. Dennoch: Einfach ist so ein kompromissloser Lebensstil bestimmt nicht. Jesaja aber sagt: „Ich kann gar nicht anders, als diese Aufgabe auszuführen.“ ( vgl. Jesaja 62, 1) Jesajas Herz brannte für diesen Auftrag. Selbst, wenn es mal keinen Spaß gemacht hat: Es hat Jesaja erfüllt, seinem Auftrag nachzugehen.

Eine Aufgabe, die mich erfüllt

Die Geschichte von Jesaja stellt mich vor die Frage: Bin ich bereit, mich senden zu lassen? Auch heute werden noch Boten gebraucht. Bin ich bereit, Gott das Steuer zu überlassen – ganz praktisch? Ich habe Gott schon mal eine Zusage gemacht, dass er auch mich senden kann. Dort, wohin er mich haben möchte. Bisher konnte ich mich mit den Veränderungen in meinem Leben sehr gut anfreunden. Trotzdem habe ich immer wieder Angst vor dem, was er aus meiner Zusage macht.

Ich will kein einsames Leben führen. Ich will nicht die Unbequeme sein, um die man lieber einen großen Bogen macht. Aber dann denke ich an Jesaja und stelle fest: Gott hat Jesaja nicht nur diesen Auftrag gegeben, sondern auch das Herz dazu. Gottes Wunsch hat sich in Jesajas Herz einnisten können, sodass auch Jesaja für diesen Auftrag gebrannt hat. Wenn Gott mir also eine Aufgabe gibt und ich bereit bin, sie anzunehmen, wird mein Herz dafür schlagen. Und selbst wenn es mal unbequem werden sollte, hoffe ich, dass ich wie Jesaja sagen kann: Ich kann einfach nicht anders!


Kommentare

Von silvia am .

Die Andacht heute ist sehr wahr, auch für mich waren die Veränderungen die Gott in meinem Leben bewirkt hat sehr positiv.. das habe ich natürlich oft erst im Nachhinein erkennen können. Ich vertraue immer Gottes Führung wenn auch manchmal mit Herzklopfen und etwas Furcht. Auf jeden Fall IHM zu vertrauen ist das Beste was wir tun können.


Ihr Kommentar

Die E-Mail wird nicht veröffentlicht.
Alle Kommentare werden redaktionell geprüft. Wir behalten uns das Kürzen von Kommentaren vor. Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.