Andacht zum Monatsspruch April 2013

Untrennbar verbunden!?

Ich habe keinen grünen Daumen. An meinen Gärtnerfähigkeiten gemessen ist er eher blassgrün bis grau. Trotzdem weiß ich, dass bei so einer alljährlichen Gartenumgestaltung neben viel Kreativität auch einiges an Kraft gefragt ist.

Was den harten Winter nicht überlebt hat, muss raus. Neues muss gepflanzt werden, damit es am Ende auch wirklich frühlingshaft blüht und gedeiht. So ein altes Blümchen ist im Handumdrehen entfernt. Ein dicker Baumstumpf hingegen, dessen Wurzelwerk schon tief in die Erde versenkt ist, bleibt trotz Reißen und Zerren schon mal völlig unbeeindruckt stehen.

Kein kleinkarierter Gärtner

Paulus benutzte öfter Vergleiche, die mit pflanzlichem Wachstum zu tun haben. So zum Beispiel das Bild von den tiefen Wurzeln in seinem Brief an die Gemeinde in Kolossä, sich vor falschen Lehren in Acht zu nehmen (Kolosser 2,6-7): „Wie ihr nun den Herrn Christus Jesus angenommen habt, so lebt auch in ihm und seid in ihm verwurzelt und gegründet und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und seid reichlich dankbar.“

Hier fühle ich mich von Paulus abgeholt. Er wusste schon damals, dass eine vielschichtige Welt es uns nicht gerade leicht macht, jederzeit standfest in unserem Glauben zu sein. Und wie viel mehr gilt das heute, wenn es schon damals  eine Herausforderung für die Kolosser gewesen ist? Was mir richtig gut gefällt, ist dabei seine fürsorgliche Art. Paulus droht hier nicht nur mit dem erhobenen Zeigefinger, bloß an den richtigen Glaubensstandpunkten festzuhalten. Nein, die Lage der Menschen im Kreuzfeuer der Eindrücke und Meinungen berührt sein Herz und stimmt ihn besorgt.

Meinen Garten sturmfest machen

Wenn ich das Bild von den Wurzeln auf mein Leben anwende, muss ich schmunzeln. Bin ich ein zartes Pflänzchen oder ein starker Baum? Ganz gleich, wie die Antwort ausfällt: Auf meine geistliche Standhaftigkeit kommt es an. Denn täglich zerrt so vieles an mir und beansprucht meine Wurzeln.

Zum Glück gibt Paulus den Kolossern und damit auch mir eine Hilfestellung, wie der Lebensgarten zu pflegen ist. Er sagt: Ihr habt Jesus angenommen – dann lebt doch auch so! Wenn mich also ein geistlicher Sturm ins Wanken bringt, besinne ich mich darauf zurück, dass Jesus bereits in meinem Leben gegenwärtig ist. Meine Stürme sind auch seine Stürme, und er spürt das Zerren ebenso wie ich. Das beruhigt und entspannt.

Paulus ruft im gleichen Atemzug zur Dankbarkeit auf, als wäre die Gefahr schon gebannt. Das erinnert mich an Gottes Verheißung, dass mich nichts und niemand aus seiner Hand herausreißen kann, egal wie bedrohlich der Wind mich hin und her schmeißt. Am Ende steht die Gewissheit, dass ich für jedes Unwetter dankbar bin, weil sich bewahrheitet: Ich bin in Christus bombenfest verwurzelt.

Ein Schritt in mein Beet führt mich auch ins Gebet. Meine Wurzeln brauchen Nahrung, und die gebe ich ihnen, indem ich die Worte Jesu aufsauge und sie in alle Bereiche meines Lebens transportiere. Paulus spricht davon, sich auf das vorhandene Fundament zu stützen. Es kommt nicht nur darauf an, dass meine Oberfläche schön ist. Mein Glaube als Basis genügt! Ob ich fit bin für jede Wetterlage, das entscheidet sich vor allem an meiner ständigen Verbindung zu Jesus, denn sie gibt mir den nötigen Halt.


Kommentare

Von Friedemann H. am .

Ich halte es für wichtig, daß wir nicht aufhören, zuerst nach seinem Reich zu trachten. Ich danke dem Heiligen Geist für den Glauben, der alle Zweifel auslöscht. Alles Gute und Euch allen Gottes reichen Segen wünscht Friedemann.

Von rosi s. am .

HALLO LIEBER SCHREIBER DES AERTIKELS.
SEHR INTERESSANT-ICH PERSÖNLICH HÄTTE NOCH MEHR ÜBER PFLANZEN (BÄUME)
MIT TIEFEN WURZELN GESCHRIEBEN.
TIEFE WURZELN SIND IN DEN STÜRMEN DES LEBENS UNGEHEUER WICHTIG!
EINE GESEGNETE WOCHE WÜNSCHT ROSI S.

Von Susanne G. am .

Dieser Text war heute morgen nach einem heftigen Sturmtief in den letzten Tagen eine Wohltat fur mich.
Vielen Dank!!
Tat gut zu hören, das etwas Neues daraus wachsen wird und das sehe ich auch schon.
Ob Jesus auch Hormonschwankungen kannte?sollten wir Frauen uns gut beobachten ;-)
Dann werden Brisen schnell zu Stürmen.
Liebe Grüße
Susanne G.

Von Jan am .

Ja, stimmt, was da steht. Gott möchte durch bzw. nach geistigen Stürmen auch was neues schaffen. Die Stüme sind die wie die Wehen vor der Geburt, der 'Geburt' einer neuen Idee oder ganz neuen Lebenseinstellung. Da liegt es an uns, zu lernen, wenn die Stürme denn schon da sind. Halt gibt die ständige Nähe zu Gott und Gemeinschaft mit anderen Christen. Man kann darin auch wachsen.

Von Heiderose B. am .

Ja,nur in und mit unserem Herrn,und seinem Wort,haben wir den nötigen Halt,in seiner Kraft sind wir stark und können den Angriffen widerstehen.


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