Andacht

Was für ein Stress

Die Sommerferien sind vorbei, der Stress hat uns wieder im Griff. Doch Gott hat anderes vor.

Heute muss der geplante Arbeitsabschnitt fertig werden, die Kinder müssen mit Geld für die neue Monatskarte auf den Schulweg geschickt, die Wohnung für den bevorstehenden Hauskreisabend in Form gebracht und der Streit mit dem Partner noch irgendwie beigelegt werden. – Was für ein Stress!

Überfordert von allen Seiten, übertragen wir unser Anspruchsdenken schnell auch auf Gott: Er möchte doch bitte dafür sorgen, dass alles so klappt, wie vorgesehen in unserem vollen Kalender. Der Glaube mag sich einschleichen, wir hätten dadurch ein Anrecht auf Gelingen...

Aber funktioniert Gott wirklich so? Gute Zeugnisse, unbeschwerte Partnerschaft, wenig Stress mit den Kindern, ein gutes Gehalt und ein interessanter Urlaub? Sind das meine Hauptziele im Leben? Oder sehne ich mich nicht viel mehr danach, den immer besser kennen zu lernen, der hinter all dem steht?

Gott kann und will erreicht werden von unseren Gedanken und Gebeten – unabhängig davon, was wir schon erreicht haben und was nicht:

"Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht."
Matthäus 11,28-29

Gott hat eine andere Erfolgslinie

"Ruhe für Eure Seelen" - Gott will uns ent-stressen, wenn wir uns gedrängt sehen, alle Sachen gleichzeitig und natürlich perfekt zu machen. Gott ent-stresst uns, indem er uns bedingungslos liebt. Immer. Anders als unsere Kinder, Partner, Nachbarn und Kollegen sieht er uns nicht im Licht der Anforderungen, die an uns gestellt sind.

Gott geht es nicht um den reibungslosen Ablauf unseres Alltags in unserem selbst gezimmerten Rahmen, sondern darum, dass wir uns positiv verändern im Laufe der Erfahrungen, die wir mit ihm machen. Oft sind es dabei gerade die unbequemen Situationen, die uns weiterbringen – nicht unbedingt in unserer Erfolgslinie, aber auf dem Weg zu ihm, der als unser Schöpfer, Versorger und Herr über unserem Leben steht.

Denen, die zu ihm mit ihrer Last kommen, gibt er Raum, sein zu dürfen. Durch seinen heiligen Geist korrigiert er, schenkt neue Kraft und Lebensfreude, damit wir auf seiner Zielgeraden für ein gelingendes Leben bleiben.


Kommentare

Von Marlene L. am .

Ganz genau so ist auch meine Erfahrung der letzten Urlaubstage. Sie liegen zwei Tage zurück und alles ist noch ganz frisch. Nicht das perfekte und genau geplante schenkt mir Gott-nein-verpasste Anschlusszüge-nicht wahrnehmbare Sitzplatzreservierungen-aber auch Ruhe und Gelassenheit damit umzugehen und genau IHN zu sehen in all dem-noch viel besser-plötzlich sitzt da eine junge Frau neben mir im Zug die auf mein Buch reagiert " ein frommes Buch" und wir kommen ins Gespräch über den Glauben, die mehr

Von Kerstin am .

Ich danke Ihnen für diese Worte.
Gerade am gestrigen Sonntag, der ja in der heutigen Zeit oft mit Aktivitäten voll gepackt wird, habe ich fast nur geschlafen.
Ich habe von Gott diese Auszeit geschenkt bekommen, weil Er den Sabbat, der ja bei uns der Sonntag ist, in die Welt gesetzt hat.
Und wenn ich an einem anderen Tag der Woche müde werde, so habe ich auch dann das Recht, mich auszuruhen.
Gott liebt uns so, wie wir sind. Das ist das größte Geschenk von allen.

Von Petra S. am .

Das ist doch super, dass wir so einen Gott haben, der uns Raum gibt, sein zu dürfen,
wünsch Dir einen guten Tag


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