Filmrezension

Wonder Woman

Kinostart des epischen Action-Abenteuers mit Gal Gadot als Superheldin.

Die Amazonenprinzessin Diana Prince (Gal Gadot), Tochter von Zeus und der Königin Hippolyta, wächst auf einer wunderschönen Insel auf. Diese wird ausschließlich von Frauen bewohnt. Fernab der Zivilisation wird Diana dort seit ihrer Kindheit zu einer Kriegerin ausgebildet, um sich gegen die Wiederkehr von Kriegsgott Ares zu wappnen. Als der amerikanische Pilot und Spion Steve Trevor (Chris Pine) auf ihrer Insel notlandet, erfährt sie von dem schrecklichen Krieg, der schon seit Jahren jenseits ihrer Welt tobt. Diana ist sich sicher, dass nur Ares für dieses Leid verantwortlich sein kann. Deshalb verlässt sie ihre Heimat und reist mit Steve Trevor nach London, um von dort aus an den Fronten des Ersten Weltkriegs zu kämpfen, den Bösen zur Strecke zu bringen und die schlimmen Konflikte für alle Zeiten zu beenden. So findet Diana sich das erste Mal in einer realen Schlacht wieder und entdeckt dabei immer mehr ihr volles Potenzial als Superheldin.  

Wonder Woman ist ursprünglich eine fiktive Comicfigur und die erste Superheldin aus dem Hause des Verlages DC Comics. Konzipiert wurde sie Anfang der 40er Jahre von William Moulton Marston, einem US-amerikanischen Psychologen. Er kritisierte, dass es in der Welt der US-Comics bis dahin keine weiblichen Heldenfiguren gab. Mit der Comicverfilmung unter der Regie von Patty Jenkins („Monster“) erobert Wonder Woman nun endlich auch in einer Hauptrolle die Kinos (deutscher Kinostart: 15. Juni 2017). 

Viel Action und eine gute Portion Humor

Die aufwendige Produktion des Films kann sich sehen lassen. Die Zuschauer bekommen jede Menge Action mit spektakulären Kampfszenen und gute Unterhaltung geboten. Dabei kommt auch der Humor nicht zu kurz. Insbesondere die Beziehung zwischen Diana und Steve ist durch sehr viel Charme und Witz gekennzeichnet. So etwa die Tatsache, dass Steve Diana beschützen will, er aber eigentlich von ihr gerettet wird. Außerdem kennt Diana weder Männer noch die moderne, westliche Zivilisation, was immer wieder für lustige Szenen sorgt. 

Diana Prince alias Wonder Woman ist eine aufrichtige Persönlichkeit, hat einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und kämpft leidenschaftlich für das Gute. Sie ist stark, mutig und furchtlos, wenn auch etwas naiv. Obwohl Diana zutiefst bestürzt über die Grausamkeiten des Krieges ist, verliert sie letztlich nicht ihre Hoffnung und den Glauben an die Menschheit. Das reißt tatsächlich mit — sowohl ihre Mitstreiter im Feld als auch die Kinozuschauer. 

Gal Gadot verkörpert die Rolle der Superheldin sehr überzeugend. Die israelische Schauspielerin hat zwei Jahre als Soldatin im Militär gedient. Einer der Gründe, weshalb man ihr die Rolle der Kämpferin sofort abkauft. In der Comicverfilmung „Batman v Superman: Dawn of Justice" (2016) hat sie die Rolle der Wonder Woman schon mal übernommen.

Die Besetzung der restlichen Darsteller lässt sich ebenfalls sehen. Neben Chris Pine („Stars Wars“) sind zum Beispiel noch David Thewlis („Harry Potter“), Robin Wright („House of Cards“) und Connie Nielsen („Gladiator“) mit von der Partie.

 

Etwas langatmig, aber unterhaltsam

„Wonder Woman“ ist ein unterhaltsamer Superheldinnenfilm mit einer guten Portion Humor und einer überzeugenden Gal Gadot. Ein paar Minuspunkte gibt es aber dennoch. Der Film ist etwas langatmig (insgesamt 141 Minuten). Die eine oder andere Kürzung hätte ihm gut getan. Auch die Story ist nicht sonderlich einfallsreich, vieles hat man in anderen Actionstreifen bereits gesehen. Zudem wird wieder mal das klassische Feindbild der „bösen Deutschen“ bedient. Das ist hinsichtlich der Komplexität der Weltkriege zu einfach gedacht – da hilft nur, es mit etwas Humor zu nehmen. Darüber hinaus enthalten manche Szenen für meinen Geschmack etwas zu viel Pathos, was schnell kitschig wirken kann. Wer actiongeladene Superheldenfilme mag, in denen das Gute über das Böse triumphiert, kommt bei „Wonder Woman“ jedenfalls auf seine Kosten.  

 

Spaß

 

✓✓✓

Action

 

✓✓✓✓✓

Spannung

 

✓✓✓

Gefühl

 

✓✓✓

Humor

 

✓✓✓✓

Note

 

2-

 

Filmtrailer zu „Wonder Woman“, FSK:  ab 12 Jahren.

 

Wonder Woman

Spielfilm, USA 2017

Regie

Verleih

Länge

Kinostart

Genre

 

Darsteller:

Gal Gadot

Chris Pine

Robin Wright

Connie Nielesen

Danny Huston

Lucy Davis

Elena Anaya

Florence Kasumba   

David Thewlis   

 

FSK: ab 12 Jahren

Unsere Empfehlung: ab 15 Jahren

 

Patty Jenkins

Warner Bros. Pictures Germany

141 Minuten

15. Juni 2017

Action, Abenteuer, Fantasy

 

 

Diana Prince alias Wonder Woman

Steve Trevor

Antiope

Hippolyta

Erich Ludendorff

Etta Candy

Maru alias Dr. Poison

Acantha

Sir Patrick

 

 

 

 


Kommentare

Von Lucy K. am .

vielen dank für d rezension!! es freut mich immer wieder hier nicht ausschließlich "geistliche" themen finden zu können sondern eben weltliche. dies ermöglicht, dass jugendliche, neu christen oder nicht gläubige 1 leichteren zugang finden wenn sie hier weitersurfen :) schön, dass das "normale" leben wie auch freizeitbeschäfigungen hier thematisiert werden. Lucy

Von Günther T. am .

Meine mich bewegende Frage: Was hat der Hinweis auf derartige Filme mit dem Evangelium zu tun? (ERF = Evangeliumsrundfunk). Es verschleiert und lenkt eher vom Evangelium ab. Ich galube auch nicht dass dadurch Menschen auf das ERF-Angebot reflektieren und dann das Evangelum was erfreulich auch enthalten ist finden .- wenn sie nicht der heilige Geist leitet, dann kommen sie aber sowieso!
Das immer schöne "Wort zum Tag" muss ich in der neuen WEB-Seiten-Aufmachung eher suchen. Ich möchte mit dem mehr


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