Buchtipps von der Buchmesse

Bücher, die verändern!

5 Lesetipps für alle, die mehr als Ablenkung und Entertainment wollen.

Jedes Jahr erscheinen in Deutschland bis zu 100.000 neue Bücher. Doch welche davon sind wirklich lesenswert? Welche sind relevant? Wir haben auf der Frankfurter Buchmesse fünf Neuerscheinungen gecheckt, die mehr zu bieten haben als lauschige Ablenkung - Bücher die zum Nachdenken einladen.  

Schicksalsschläge, die unter die Haut gehen

 

„Das Schicksal ist ein Schläger – Was, wenn’s dich trifft?“ heißt der neue Titel von Christina Rammler. Die Autorin ist bekannt dafür, keine Angst vor heiklen Themen zu haben – wie mit ihrem Erstlingswerk „Egosex“, bei dem sie über Pornos schrieb. Für ihr neues Buch hat sie fünf Menschen interviewt, bei denen das Schicksal hart zugeschlagen hat. Sie erzählen von Scheidung, Krebs, Missbrauch oder den Tod eines geliebten Menschen. Die Autorin wollte von ihnen wissen, wie sie die Krise erlebt und wie der Schicksalsschlag ihr Leben und ihren Glauben verändert hat. Ihre Geschichten sind berührend und schockierend, aber auch lebensbejahend und ehrlich. Christina Rammler gibt ihnen eine Stimme und packt ihre Erlebnisse in eine bildhafte und erfrischend unkonventionelle Sprache.

Fazit: Kein Buch mit platten Antworten, sondern ehrliche Geschichten, die unter die Haut gehen!

Ein Ratgeber, um das eigene Herz zu reformieren

 

Lutherbücher sind in – schließlich feiert die evangelischen Kirchen im nächsten Jahr 500 Jahre Reformation. Einen unkonventionellen Zugang zum Thema bieten Christina Brudereck und Jürgen Mette. Mit ihrem gemeinsamen Buch „Reformation des Herzens – eine vierwöchige Reise zurück zu den Wurzeln“ fordern sie jeden Menschen heraus, seine ganz eigene Reformation zu erleben. Tägliche Impulse zu den Grundgedanken des Glaubens lassen die abstrakten Worte Luthers auf einmal sehr persönlich und praktisch werden. Ihr Stil: lyrisch, kreativ, humorvoll und berührend.

Fazit: Ein tiefsinniger Wegbegleiter um den persönlichen Glauben neu zu entdecken

 

Luther besser verstehen

 

Martin Luther ist sicherlich die schillernste Figur der Reformation: ein Mann, der leidenschaftlich gehasst und geliebt wurde und dessen Wirken bis heute unsere Gesellschaft prägt. Der Schriftsteller und langjährige Journalist Joachim Köhler zeichnet in seinem Buch „Luther! Biografie eines Befreiten“ die bewegte Lebensgeschichte des großen Reformators nach. Sein zentrales Thema: Welche Rolle spielte die Freiheit in Luthers Leben? Dabei machte Joachim Köhler auch überraschende Entdeckungen über den Reformator, wie er in einem Interview verrät: „Der Erste Befreiungsschritt in Luthers Leben war die Befreiung von der väterlichen Autorität. Man übersieht häufig, dass Luther Juniorchef in einem florierenden Bergbauunternehmen war. Sein Vater hatte ihn als Nachfolger vorgesehen, deswegen sollte er Jura studieren. Er ging so weit, ihn mit der Tochter eines anderen Bergwerksbesitzers verheiraten zu wollen. Davon hat sich Luther befreit.“

Fazit: Ein Tipp für alle, die endlich verstehen wollen, was es mit der Reformation auf sich hat.

Eine Bibel für Familien, die mehr wollen

 

In der „Kinderbibel für Weltendecker“ gibt es viele wunderbare biblische Geschichten zu lesen, aber auch spannende Erlebnisberichte von Kindern aus aller Welt. Interessante Fakten über fremde Länder öffnen den Blick für andere Kulturen und verbinden die Glaubensinhalte der Bibel mit der heutigen Welt. So wird zum Beispiel neben der Geschichte des  Sündenfalls ein Erlebnisbericht aus El Salvador gestellt: Sie erzählt von Juan, einem Jungen, der durch Freunde in die Jugendkriminalität abrutscht, aber erlebt, dass Gott ihm seine Fehler vergibt. Hinter dem Projekt stehen das Hilfswerk World Vision und der SCM Verlag. Die Geschichten der Kinder wurden von den World Vision-Mitarbeitern aus ihrer weltweiten Arbeit zusammengetragen. Auch bekannte Autoren wie Torsten Hebel und Judy Baily haben Artikel für diese außergewöhnliche Kinderbibel verfasst

Fazit: Für Eltern und Kinder, die gerne einen Blick über den Tellerrand werfen wollen.

Ein strahlendes Lächeln für jeden Monat

 

Nicht nur Bücher werden auf Papier gedruckt, auch Kalender haben auf der Frankfurter Buchmesse ein festen Platz. Und der Fotokalender „A little extra“ ist wahrscheinlich der lebensbejahenste unter ihnen. 2010 veröffentlichte Fotografin Conny Wenk das erste Mal ihren herrlich bunten Monatsbegleiter über Kinder mit Downsyndrom. Auch der diesjährige „A little extra“ begeistert mit seinen fröhlichen Portraits von Menschen, die mit dem „kleinen Extra“ eines zusätzlichen Chromosoms geboren werden.

Fazit: Wer die strahlenden Gesichter in dem Kalender anschaut, kann einfach nicht anders als zurückzulächeln. Ein wortloses Statement gegen die Abtreibung von behinderten Kindern!


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