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„Das ultimative Vermächtnis“

Die „Ultimative“ Reihe geht in die dritte Runde. Nach „Das ultimative Geschenk“ und „Das ultimative Leben“ gibt es jetzt „Das ultimative Vermächtnis“.

„Das ultimative Vermächtnis“
Land:   USA, 2015
Veröffentlichung:   23. Juni 2016
Regie:   Joanne Hock
Spieldauer:   99 Min
FSK:   0
Unsere
Empfehlung:
 
ab 8 Jahren
Darsteller:









 
 

Logan Bartholomew,

Raquel Welch,

Doug Jones,

Bill Cobbs,

Myko Olivier,

Doug Jones;

Lee Meriwether;

Ali Hilli

Jason Stevens – selbst geläutert durch „das ultimative Geschenk“ seines Großvaters – hilft einem Abenteurer und Globetrotter, sich seines Erbes würdig zu erweisen, ähnlich wie seinerzeit er selbst. Joey Anderson soll das Anwesen seiner Großmutter Sally Mae Anderson übernehmen. Doch der junge Mann will seine Freiheit, statt sich um die Belange des „Anderson House“ zu kümmern. Dort finden Kranke und Veteranen eine Zuflucht, wenn sie allein im Leben nicht weiter wissen. Das Erbe verdonnert ihn, ein Jahr in „Anderson House“ zu verbringen und zu lernen. Jason weiß, wie Joey sich fühlt, und versucht ihm, durch seine eigenen Erfahrungen zu helfen. Dabei muss Joey sich seinen Dämonen stellen, was heißt, zu erfahren, was Vergebung bedeuten kann.

Der dritte Teil der „Ultimativen“ Reihe will wiederum Werte vermitteln, die heute oftmals angesichts der Herausforderungen im Lebenverloren gehen. Der Ansatz ist: Lernen, um das eigene Leben zu verändern, lehren, um das Leben eines anderen zu verändern und lehren zu lehren, um damit die Welt zu verändern.

Wir erinnern uns:

„Das ultimative Geschenk“ (Teil 1) erzählte die Geschichte des verwöhnten, reichen Jünglings Jason Stevens, der das Erbe seines Großvaters antreten soll. Doch er muss sich des Erbes würdig erweisen, indem er Aufgaben erfüllt – es sind eigentlich nicht greifbare Geschenke, wie das Geschenk der Arbeit, das Geschenk des Träumens, das Geschenk eines Freundes – allesamt Dinge, die man mit Geld nicht kaufen kann. Jason entwickelt sich vom Schnösel zum verantwortungsbewussten jungen Mann, der zuletzt 100 Millionen Dollar erbt und sie in eine Stiftung gibt – angetrieben von einem kleinen, leukämiekranken Mädchen und deren Mutter, die ihn wie nebenbei lehren, dass Geld nicht automatisch glücklich macht und dass das wahre Leben ebenfalls nicht mit Geld zu kaufen ist.

In „Das ultimative Leben“ (Teil 2) wird die Vorgeschichte erzählt. Jason führt seine Stiftung und verteidigt das Erbe seines Großvaters gegen die Gier der eigenen Familie. Die Geschichte seines Großvaters, die er in dessen Tagebuch nachliest, verändert den jungen Mann erneut. Tiefer geschaut geht es darum – ohne zu sehr den religiösen und moralischen Zeigefinder zu benutzen – christliche Tugenden und Werte wie Dankbarkeit, Familie und Freundschaft zu vermitteln, die wichtiger als Geld sind.

Allen drei Teilen ist der christliche Hintergrund gemein. Die Filme versuchen als Tragikomödie unterhaltsam eine gute Alternative zu modernem Mainstream-Kino zu sein. Das gelingt bisweilen, manchmal sind die Szenen und Dialoge allerdings recht profan – ganz im Gegenteil zum Ansinnen und Ziel der Filme: Menschen aufmerksam zu machen, dass es mehr im Leben gibt als Erfolg, Geld, Party und Fun. Einen direkten Holzhammer, der bewusst evangelisiert und mit Bibelversen um sich schmeißt, gibt es zum Glück nicht. In Teil drei wurden einige, meines Erachtens alberne Sidekicks eingebaut, die das zum Teil zähe und sehr ernste Thema humorvoll auflockern sollten. Das ist nur zum Teil gelungen.

 

Zusammengefasst:

Klasse ist, dass in allen drei Filmen angesehene und berühmte Schauspieler gewonnen werden konnten, um einen nicht unwichtigen Part der Story zu übernehmen. In Teil 1 und 2 waren dies James Garner („Bret Maverick“, US-Serie), in Teil 2 Peter Fonda („Easy Rider“), in Teil 3 ist es schließlich Raquel Welch. In allen drei Teilen dürfen Altstars wie Brian Dennehy („Zwei ausgebuffte Profis", „Gorky Park“), Lee Meriwether („Batman“ [1966], orig. US-Serie„ Mission Impossible“ [1966-1973]) und Bill Cobbs („Bodyguard“, „Hudsucker“) und Ali Hillis als Alexia („Kiss Kiss Bang Bang“, „Open Water 2“) überzeugen. Für Abigail Breslin war Teil 1 ein Sprungbrett, das schließlich zur Hauptrolle in „Little Miss Sunshine“ führte.

Teil 1 wurde von der FSK ab 6 Jahren freigegeben, die Teile 2 und 3 jeweils ohne Altersbeschränkung. Ich empfehle die Filme ab 8 Jahren, die aber mit den Eltern geschaut werden sollten, um eventuelle Fragen auffangen zu können.

Insgesamt ist Teil 3, wie die vorangegangenen Teile, geeignet, ihn in Jugendgruppen oder in kirchlichem Umfeld zu zeigen, um danach an einzelne Themenbereiche anzuknüpfen.

Mehr Informationen über christliche Filme im englischsprachigen Bereich finden Sie unter www.christiancinema.com.

 

Spaß                   ✓✓✓

Action        ✓

Spannung          ✓✓

Gefühl       ✓✓✓✓✓

Anspruch ✓✓✓✓✓

Note                    3+


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