Buchrezension

Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist

Heilt Gott heute noch? Ein Buch gibt Antwort

Glaube ich, dass Gott Wunder tut? Na klar, in der Bibel ist doch davon zu lesen, wie Wasser zu Wein wird, ein Meer sich in der Mitte teilt und Blinde plötzlich sehen können. Damals hat Gott erstaunliche Dinge bewirkt. Aber tut er auch heute noch Wunder? Hier in Deutschland? In dem Buch „Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist“ zeigen 30 Heilungsberichte auf, dass Gott heute tatsächlich noch Wunder bewirkt.

Keine abgedrehten Heilungsgeschichten

Genau wie zu biblischen Zeiten passiert das auf unterschiedliche Art und Weise: einige Autoren berichten von spontanen Gebeten im Park, im Supermarkt oder im Friseursalon und erleben, das Kranke dadurch gesund werden. Mischa zum Beispiel: Er betet auf der Straße für einen Jugendlichen dessen Arm amputiert werden muss und erlebt eine vollkommene Genesung. Andere besuchen besondere Gottesdienste in denen speziell für Kranke gebeten wird und werden gesund. Kevins Heilung dagegen war ein  längerer Prozess. Nach einem Gebet stieg seine Herztätigkeit kontinuierlich an.

Zwischen den Berichten streut der Herausgeber Thomas Penzel kurze Impulse und Bibelverse ein, die das Gelesene theologisch beleuchten und sich auch mit kritischen Fragen auseinander setzten, wie etwa: Warum heilt Gott nicht jeden? Hat Krankheit etwas mit Schuld zu tun? Welche Rolle spielt die Größe meines Glaubens?

Wunder oder Schulmedizin?

Der eine oder andere mag sich vielleicht durch den steilen Buchtitel vielleicht provoziert fühlen, denn er ruft Skepsis hervor oder schreckt sogar ab.  Aber schon die ersten Seiten machen deutlich: Es wird nicht das Blaue vom Himmel herab versprochen oder gegen Schulmedizin gewettert. Herausgeber Penzel hält gleich zu Beginn fest: „Gebet für Heilung ersetzt keinen Arzt, Heilpraktiker oder Therapeuten Die in diesem Buch veröffentlichten Berichte und Erlebnisse stellen kein Heilungsversprechen dar.“

Offenheit für Heilung lohnt sich

Das Buch hilft, sich Stück für Stück mit dem Thema auseinander zu setzen: Die kurzen Berichte müssen nicht chronologisch hintereinander weg gelesen werden, sondern stehen für sich allein. Wer sich mit Neugier und Offenheit dem Buch widmet, wird auf 170 Seiten nicht nur mit erstaunlichen Erlebnissen und interessanten Geschichten konfrontiert: Die Impulse fordern heraus, selbst für kranke Leute zu beten und sich mit seinen Zweifeln auseinander zu setzen. Außerdem spornt das Buch an, wie auch die Autoren nach dem Motto von John Wimber zu leben: „Wenn für hundert Menschen gebetet und nur einer geheilt würde, wäre es besser, als wenn für keinen gebetet und keiner geheilt würde.“


Kommentare

Von esther am .

Ich bin davon überzeugt, dass Gott alle Kranken und Krankheiten heilen KANN.
Ein Rätsel bleibt es für mich, warum er es manchmal nicht WILL.


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