Buchrezension Lesezeit: ~ 1 min

Die alten Eltern stützen

Die Eltern im Alter unterstützen, wer will das nicht? Die Wege dazu sind vielfältig - und schwierig. Ein Ratgeber aus dem Kreuz-Verlag will dabei helfen.

Bei heutiger geografischer Mobilität werden die Generationen oft räumlich auseinander gerissen. Gertrud Teusen zeigt uns in ihrem im Kreuz-Verlag erschienenen, 180 Seiten starken Ratgeber „Da sein – nah sein“, dass man auch aus der Entfernung nah sein kann und umgekehrt in der Nähe nicht da sein kann.

Checklisten für den Umzug

Die Autorin gibt dabei ganz praktische Tipps. So geht es zum Beispiel um das Anheuern von Hilfskräften, den Umzug zu den Kindern, in eine altersgerechte eigene Wohnung oder in ein  Heim. Sie widmet sich dabei vielen Detailfragen, an denen gut gemeinte Bemühungen im Alltag oft scheitern können. Das geht vom Vertraglichen über bauliche Stolpersteine, die nötige Infrastruktur, Rechtsansprüche bis hin zur medizinischen Versorgung und anderen Fragen, die für die Suche nach einem neuen Zuhause und dem eigentlichen Umzug dorthin wichtig sind. Checklisten sollen dem Leser helfen, dabei nichts zu vergessen oder zu übersehen.

Doch auch grundlegende Herausforderungen spricht die Autorin an, wie zum Beispiel die Frage: Was bedeutet die Rollenumkehr für erwachsene Kinder, die sich plötzlich um ihre alten Eltern kümmern müssen?

Fazit

„Da sein – nah sein. Wie wir unseren alten Eltern gut tun können“ ist ein leicht lesbarer Ratgeber, der helfen will, menschliche Nähe und bleibende Anteilnahme auch bei geografischer Distanz aufrechtzuerhalten. Und zwar ohne dass dabei ein Abhängigkeitsverhältnis entsteht oder falsche Erwartungen genährt werden.


Gertrud Teusen „Da sein – nah sein. Wie wir unseren alten Eltern gut tun können“.
Freiburg: Kreuz-Verlag im Haus Herder, 2010.
180 Seiten, 14,95 € bei Amazon.de (Verkaufslink)


Kommentare

Von Chris am .

Ich kann das leider nicht mehr, denn meine Mutter starb vor 10 Tagen, über 25 Jahre nach meinem Vater... sie lebte mal 10 Jahre bei mir.... Ich weiß nicht ob ich dies mit meinem Sohn auch umsetzen könnte und wollte.
Sonst finde ich es sehr gut, wenn man im Alter näher an seine Kinder rückt und sie ganz anders erleben kann.

Von Think about am .

1.
Wer hat Dich als Kind gepflegt, als Du krank warst?
2.
Wer hat Dir abends vor dem Einschlafen vorgelesen?
3.
Wer hat Dir jeden Tag ein Essen gekocht und Dich gekleidet?
4.
Wer hat Dich getröstet in Zeiten der Traurigkeit?
5.
Wer ist mit Dir am Wochenende
zum Baden gefahren?
6.
Wer hat für Dich gebetet, wenn Du in Not warst?
7..
1999. Wer..?
Waren es nicht Deine Eltern, die einst jung waren und jetzt alt sind?
Und dafür erwartet Gott nur eine einzige Antwort, nur eine einzige..
"Du sollst mehr


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