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Lebensqualität verbessern

Warum wir jederzeit dankbar sein sollten.


Dankbarkeit macht das Leben erst reich. – Dietrich Bonhoeffer

 

Heidelbeeren sind in der ganzen Wohnung verteilt, das Bad steht unter Wasser oder die frischen Kleider aus dem Wäschekorb wurden zu Putzlappen umfunktioniert – das ist nichts Ungewöhnliches, wenn man Kleinkinder zuhause hat. An manchen Tagen würde es sich lohnen, den Staubsauger 24 Stunden an der Steckdose zu lassen. Kleine Kinder darf man keine Sekunde aus den Augen verlieren – das ist anstrengend. Und für das tägliche Chaos bin ich alles andere als dankbar. Da gehe ich eher an die Decke. Gott fordert mich jedoch dazu auf, immer eine dankbare Grundhaltung einzunehmen: „Seid dankbar, in allen Dingen, denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch“ (1 Thessalonicher 5,18). Ich muss zugeben: Das fällt mir schwer. Mein Fokus liegt nämlich allzu oft auf den Schwierigkeiten, die ich habe und meine Gründe dafür, Dankbarkeit zu empfinden, vergesse ich schnell. Warum möchte Gott eigentlich, dass ich zu jeder Zeit dankbar bin?
 

Weil Gott gut ist

Es gibt vieles, für das ich Gott dankbar sein kann. Ich kann ihm danken, dass er mir das Leben geschenkt hat und mich „erstaunlich und wunderbar“ (Psalm 139,14) gemacht hat. Ich kann ihm für sein Versprechen danken, dass er immer bei mir ist. Er hat mir zugesagt: „Ich will dich nicht aufgeben und dich niemals verlassen“ (Hebräer 13,5). Er weiß, was ich brauche und er sorgt für mich (vgl. Matthäus 6,31f.). Gott hat Pläne für mein Leben. Er gibt mir „eine Zukunft und eine Hoffnung“ (Jeremia 29,11). Ich kann ihm danken, dass Jesus starb, um mich mit Gott zu versöhnen (vgl. 2 Korinther 5,18f.). Nichts kann mich jemals von seiner Liebe trennen (vgl. Römer 8,38f.). Gott möchte, dass ich dankbar bin, weil ich allen Grund dazu habe.

Gott möchte, dass ich dankbar bin, weil ich allen Grund dazu habe.

 

Weil Dankbarkeit gesund ist

Psychologen bestätigen es: Dankbarkeit tut der Seele gut. Man wird zufrieden und froh. Das hat auch Auswirkungen auf das körperliche Wohlbefinden. In der Bibel ist Dankbarkeit ein Ausdruck des Vertrauens auf Gott. Gott wünscht sich für uns, dass wir uns um gar nichts Gedanken machen, sondern ihm immer unsere Anliegen im Gebet bringen – und zwar mit dankbaren Herzen (vgl. Philipper 4,6). Der Prophet Habakuk hatte viel mit Gott zu hadern, weil er seine Wege nicht verstand. Irgendwann kam aber auch er an den Punkt, an dem er Gott sein ganzes Vertrauen ausdrückte. Es war ihm egal, wie die Lage aussah. Er war dankbar, als er sagte: „Denn der Feigenbaum wird nicht ausschlagen und der Weinstock keinen Ertrag geben; die Frucht des Ölbaums wird trügen, und die Felder werden keine Nahrung liefern; die Schafe werden aus den Hürden getilgt, und kein Rind wird mehr in den Ställen sein. Ich aber will mich freuen in dem Herrn und frohlocken über den Gott meines Heils!“ (Habakuk 3,17f.). Diese Dankbarkeit entlastete ihn auf psychischer Ebene – und sie führte zur Freude. Das hat auch Martin Luther erlebt. Er stellte fest: „Dankbarkeit ist des Lebens höchste Freude.“

Im Alltag bin ich dazu aufgefordert, meinen Blick auf das zu richten, wofür ich dankbar sein kann. Wenn meine Kinder mich wieder einmal auf die Palme bringen, sollte ich nicht vergessen, dass sie Gottes Geschenke an mich sind. Ich sollte froh darüber sein, dass ich überhaupt Kinder habe, die mir die Wohnung in ein völliges Durcheinander verwandeln können. Wenn ich Gott vertraue, dass er mir durch den Tag hilft und ich ihm dankbar bin, werde ich eine größere Lebensfreude besitzen. Anstatt an die Decke zu gehen, kann ich guter Dinge sein und das Chaos mit einem Lächeln hinnehmen.


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