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Die Zukunft kommt ans Ziel

Das Ende aller Tage und der Beginn einer Neuen Welt.


Wer sich mit den Fragen nach der Zukunft beschäftigt, der sollte einen nicht außer Acht lassen: nämlich den, der alles Kommende in seinen Händen hält. Und der die gesamte Weltgeschichte abschließen wird. Ein für alle Mal: Jesus von Nazareth. Der Sohn des lebendigen Gottes.
 

Warum die Zukunft ein Ziel hat

Das ist vielleicht eine ungewohnte Sichtweise. Dass die Zukunft ein Ziel hat, auf das sie zusteuert. Oder genauer gesagt: dass jemand die kommende Geschichte der ganzen Welt auf ein Ziel hinlenkt. Jesus lässt keinen Zweifel daran, dass er derjenige ist, dem diese Verantwortung übertragen wurde. Als er im Mai 30 n. Chr. vor den Augen seiner engsten Begleiter zurückkehrt in die unsichtbare Wirklichkeit Gottes, ermutigt er sie mit dieser Tatsache: „Ich habe von Gott, dem Vater, unbeschränkte Macht im Himmel und auf der Erde erhalten.“ (Matthäusevangelium 28,19; vgl. Buch der Offenbarung 5,6-10).

Wohlgemerkt: Jesus herrscht nicht nur im Himmel, dem Ort der Gegenwart Gottes. Sondern ebenso über alles und jeden auf der Erde. Für seine Leute, die an ihn glauben, ist dieser Sachverhalt existentiell. Denn Jesus gibt ihnen nun den Auftrag, die ganze Welt mit der Guten Nachricht von der Liebe Gottes bekannt zu machen. Und überall Menschen aufzurufen, ihr Vertrauen auf den Gottessohn zu setzen. Wie soll das den etwa 500 Frauen und Männern möglich sein, die damals Augenzeugen seiner Auferstehung gewesen sind (1. Korintherbrief 15,6), wenn Jesus nicht uneingeschränkte Macht hat? Und zwar im Himmel und auf der Erde? Wenn er nicht mächtiger wäre als die Cäsaren in Rom samt ihrer Legionen.

Aber bereits im ersten Jahrhundert nach Christus kommen überall im Römischen Reich Menschen zum Glauben an Jesus. Es steht außer Frage: Der Mann aus Nazareth hält das Geschick der ganzen Welt in seinen Händen. Und niemand kann ihm das streitig machen.
 

Das Böse in der Welt

Wenn Jesus aber der unangefochtene Herrscher des ganzen Universums ist, stellt sich natürlich postwendend die Frage nach dem Bösen in der Welt. So viel Not, Leid und schreiendes Unrecht. Warum macht der Gottessohn dem keine Ende? Das sollte doch ein Leichtes sein für ihn. Im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, enthüllt Jesus selbst, dass er genau das tun wird:

Da öffnete sich der Himmel vor meinen Augen, und ich sah ein weißes Pferd. „Der darauf saß, heißt »der Treue und Wahrhaftige«.

 

Er ist der gerechte Richter, der für die Gerechtigkeit streitet! Auf seinem Gewand, an der Hüfte, trägt er einen Namen: »König über alle Könige! Herr über alle Herren!«“ (Buch der Offenbarung 19,11.16). In der Antike war das weiße Pferd das Zeichen für den siegreichen Feldherrn. So zeigt sich Jesus seinem altgewordenen Nachfolger Johannes, der auf Befehl des Römischen Kaisers Domitian in Haft sitzt. Und zwar aus genau diesem Grund: dass er nämlich nur einen als den Herrn der Herren und König aller Könige anerkennt. Und zwar den Sohn des lebendigen Gottes, Jesus Christus.

Domitian aber beanspruchte das für sich selbst, „Herr und Gott“ zu sein. Und überall in seinem Imperium wurden Tempel errichtet, in denen jeder Einwohner den Römischen Cäsaren als Gott verehren und anbeten musste. Für Johannes und alle anderen Christen im Reich natürlich ein Unding. Deshalb sitzt Johannes im Gefängnis auf der Insel Patmos. Gewissermaßen das „Alcatraz“, die Gefängnisinsel, des Römischen Reichs.

Die Botschaft von Jesus an Johannes ist klar: Auch wenn du nun inhaftiert bist, so hast Du dich dennoch nicht geirrt. Der wirkliche „Herr und Gott“ ist nur einer, nämlich Jesus, der gekreuzigte und auferstandene Retter der Welt. Und am Ende der Weltgeschichte wird seine unaufhaltsame Macht über alles Unrecht, Leid und Elend sichtbar werden. Der Himmel öffnet sich. Und jeder wird ihn sehen. Den Sieger, den höchsten Herrn. Und daran besteht dann keinerlei Zweifel mehr. Wenn Jesus am letzten Tag der Menschheitsgeschichte so erscheint, dann macht er allem Bösen ein Ende. Ein für alle Mal.

In den umfassenden Visionen, mit denen Jesus seinem treuen Begleiter Johannes das wahre Wesen der Welt und ihre Zukunft enthüllt, wird das Böse immer wieder verkörpert in der Figur „des Tieres“. Das ist mächtig, regiert grausam und menschenverachtend, blendet die Menschen mit Lügen, erhebt sich selbst zum Herrn und Gott und gibt sich als den Heilsbringer der Welt aus. Dabei lästert es Jesus Christus und seinen Vater im Himmel. Ihm zur Seite steht ein zweites „Tier“, das Jesus auch den „falschen Propheten“ nennt. Seine Macht hat das erste Tier von dem, der der Böse in Person ist, der Teufel oder Satan genannt wird (Buch der Offenbarung 12,9.18-13,1-5).

Viele finden die Vorstellung von einem Teufel in Person natürlich primitiv. Jesus aber nimmt ihn ernst und sagt über den Satan: „Der war schon von Anfang an ein Mörder und stand nie auf der Seite der Wahrheit, denn sie ist ihm völlig fremd. Sein ganzes Wesen ist Lüge, er ist der Lügner schlechthin – ja, der Vater der Lüge.“ (Johannesevangelium 8,44).
 

Das Ende des Bösen – die Welt kommt an ihr Ziel

Doch Jesus macht unmissverständlich deutlich: die Zeit dieses unheilvollen Trios läuft ab. Ihr ist von Gott eine klare Grenze gesetzt (Offenbarung 12,12; 13,5). Und der Teufel weiß das. Will es aber wohl nicht wirklich wahrhaben. Am letzten Tag der Weltgeschichte, wenn sich Jesus für alle Augen sichtbar zu erkennen gibt – und zwar als der Sieger über alles Böse – dann wird folgendes geschehen:

Das Tier wurde ergriffen und mit ihm der falsche Prophet. Bei lebendigem Leib wurden beide in den Feuersee voller brennendem Schwefel geworfen. Und der Teufel, der sie verführt hatte, wurde in den Feuersee mit brennendem Schwefel geworfen, zu dem Tier und dem falschen Propheten. Immer und ewig müssen sie dort Tag und Nacht schreckliche Qualen erleiden (Buch der Offenbarung 19,20; 20,10).

 

Das klingt heftig. Und das ist es wohl auch. Im Buch der Offenbarung wird deutlich, dass weder der Teufel, noch seine Schergen – das Tier, der falsche Prophet und die Menschen, die sich ihnen anschließen – sie alle sind nicht bereit, das Feld kampflos Jesus zu überlassen. Soll das Böse überwunden werden, muss es besiegt und unschädlich gemacht werden. So wie es Jesus hier dem Johannes zeigt. Und am Ende aller Tage wird es soweit sein.
 

Warum wartet Jesus so lange?

Doch warum wartet Jesus so lange? Warum macht er dem Bösen nicht sofort ein Ende. Die Frage wird auch schon im Buch der Offenbarung gestellt. Und zwar von den Christen, die wegen ihres Glaubens an Jesus ermordet wurden: „Laut riefen sie: »Gott, du heiliger und wahrhaftiger Herrscher! Wann endlich sprichst du dein Urteil über all die Menschen auf der Erde, die unser Blut vergossen haben? Wann wirst du sie dafür zur Rechenschaft ziehen?“ Und Gottes Antwort lautet: „Wartet noch kurze Zeit, bis sich das Schicksal eurer Mitchristen auf der Erde erfüllt hat, die auch noch getötet werden müssen.«“ (Buch der Offenbarung 6,10-11).

Gott weiß, dass es gerade auch seine Leute sind, an denen der Teufel seinen Hass auf Jesus entlädt. Aber Jesus steht allen bei, die ihm vertrauen (Buch der Offenbarung 12,13-17; 11,7; 13,7). Und selbst wenn sie ihren Glauben an den lebendigen Gott mit dem Leben bezahlen müssen, sind sie doch jederzeit in seiner Hand. Und werden am Ende der Zeit auferstehen. Und ewig leben (vgl. Römerbrief 8,35-39;14,8; Buch der Offenbarung 20,4-6).
 

Der Beginn einer Neuen Welt

Mit dem Ende des Bösen wird auch unsere Welt samt Universum an ihr Ende kommen. Schritt für Schritt baut Gott seine erste Schöpfung zurück, wie das heute so schön heißt. Bis am Ende nichts mehr davon übrig sein wird (Buch der Offenbarung 20,11). Aber dieses Ende ist nur die Ouvertüre zu einem neuen Anfang. Jesus zeigt seinem alten Freund Johannes eine weitere Vision:

Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde. Der erste Himmel und die erste Erde waren verschwunden und das Meer war nicht mehr da. Und Gott wird alle ihre Tränen abwischen. Es wird keinen Tod mehr geben und keine Traurigkeit, keine Klage und keine Quälerei mehr. Was einmal war, ist für immer vorbei. Dann sagte Gott »Gebt Acht, jetzt mache ich alles neu!« Zu mir sagte er: »Schreib dieses Wort auf, denn es ist wahr und zuverlässig« (Buch der Offenbarung 21,1.4-5).

 

So fantastisch es auch klingen mag, diese Neue Welt, in der es nichts und niemanden Böses mehr gibt, das ist die letztendliche Zukunft, die Gott schaffen wird. Ausdrücklich spricht Gott Johannes an: „Schreib das auf, Johannes, denn es ist wahr und zuverlässig.“ Und das ist auch für uns aufgeschrieben. Für Sie und mich. Gott selbst bekräftigt, wie absolut zuverlässig diese Sätze von seiner Neuen Welt sind. Es klingt so, als wolle er uns damit noch einmal extra einladen: Diese herrliche Zukunft wartet auf dich! Lass dir bitte die Chance nicht entgehen. Glaube an Jesus, meinen Sohn. Und glaube an mich. Dann wirst du mit dabei sein. In dieser unübertrefflich guten Zukunft.


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