Ausbruchsgedanken

Ein Gedicht zum Thema Masken - Lyrik einer 25jährigen, ausgegraben von Elke Janßen

Ein Gedicht zum Thema "Masken" - Lyrik einer 25jährigen, "ausgegraben" von Elke Janßen

Eine Sphinx
wie eine Sphinx bin ich
sagst Du
wie eine Sphinx wirke ich
sagst Du
mir mitten ins Gesicht

NEIN!
Oh, nein!
gerade in dem Moment
bin ich alles andere
ich tarne mich
denn sie sagen:
du bist stark
du bist so überlegt
du analysierst
du bist ja stark !

OH
ich scheiß drauf
ich bin nicht stark
Nein!
überhaupt nicht
ich bin nicht stark
dies will ich herausschreien
meine Schwächen
ich bin nicht stark
meine Ängste
mein Gefühl

Und oh mein Gott
ich sehne mich so
nach Geborgenheit

Ich bin nicht stark
überhaupt nicht
lasst eure starren Gesichter
eure Leblosigkeit
das wohlüberlegte Lächeln
wohltemperiert
wie mich das anekelt

ich will unvernünftig sein
ich schreie mein Verlangen hinaus

Ich möchte mich anlehnen
geliebt werden
und doch frei sein
ausflippen
tanzen
mit ausgebreiteten Armen
fliegen
nicht nach der Norm
nein
nicht so lau

Echtheit
danach sehne ich mich
jemand der mich festhält
und Ja sagt
Ja zu mir
und ich zu ihm
wie ich bin
in Spannung
lebendig bleiben
und ausspannen können
Ja, Ja, Ja

Ja Herr
du begegnest meiner Angst
du machst mich stark
und deine Liebe
berührt mich

Ich lege meinen Kopf in deine Hand
Gott
und ich weiß mich geborgen
traurig und froh zugleich
mit all meinen Widersprüchen
im Fallenlassen
im agieren und reagieren
geborgen und sicher in dir

Und ganz langsam
nähert sich die Freude
Du, Herr, bist da

Kommentare

Von Hillmann am .

Absolut treffend


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