Andacht Lesezeit: ~ 3 min

Angebot auf ein besseres Leben

Nicht jeder erhält den Ruf Missionar zu werden. Doch Jesus ruft uns auf unterschiedlichste Weise.


„Jesus aber sprach zu ihm: Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes“ (Lukas 9,62).
 

Ganz oder gar nicht. Wow!! Das ist eine starke Herausforderung. Alles hinter uns lassen, was uns lieb und wert ist. Eventuell auf Wohlstand und Bequemlichkeit verzichten. Trennung von Familie und Freunden. Das klingt nicht verlockend. Es erfordert eine Entscheidung. Geht das? Will ich das? Nur Wenige hören Jesu Aufruf „Komm und folge mir nach!“

„Jesus hat mich in seinen Dienst gerufen und hier bin ich“ – das ist eine Aussage, die ich kürzlich bei einem Aufenthalt in Kambodscha ganz oft gehört habe. Missionare aus der westlichen Welt, die alles aufgegeben haben, um ihren Dienst an den Ärmsten der Armen zu versehen. Da sind Liz und Mark aus Irland: Mark, ein erfolgreicher Informatiker und Liz ebenfalls in guter Position. Doch eines Tages, nach dem Vortrag eines Missionars, der von den Notständen der Kinder in Kambodscha berichtete, vernehmen sie ihren Ruf. Sie lassen alles hinter sich und machen sich auf nach Kambodscha.

Am Stadtrand von Phnom Phen kümmern sie sich um Menschen, die größter Not, Krankheit und Armut ausgesetzt sind. In einer von ihnen errichteten Tagesstätte versorgen sie die Kleinsten mit sauberer Kleidung, geregelten Mahlzeiten und erzählen ihnen von Jesus. Den Eltern, meist alleinerziehende Mütter, geben sie Beratung und Förderung damit sie ein eigenes Einkommen erwirtschaften können. Liz und Mark leben von Spenden ihrer Kirchengemeinde in Irland. „Viel ist es nicht und auch in einem Land wie Kambodscha zu leben ist nicht einfach, doch wir lieben was wir tun. Es ist wunderbar zu sehen, wie sich die Kleinen im geschützten Raum der Missionsstation entwickeln.“ Nein, zurück in ihr altes Leben wollen Liz und Mark nicht.

Wir haben mehr an Lebensqualität gewonnen, als verloren. Die Hand auszustrecken um zu helfen, Gottes Liebe weiterzugeben, gibt viel mehr als jedes Leben im Luxus. – Liz, Missionarin in Kambodscha

 

Das Missionarsehepaar aus Irland ist im fortgeschrittenen Alter. Sie haben Karriere und Familie durchlebt. Doch ich bin auch jungen Menschen begegnet, die gerne alles hinter sich gelassen haben um ihrer Berufung zu folgen. Harte Arbeit, Elend und Schmutz prägen ihren Alltag. Doch sie sind fröhlich und strahlen Glück und Zufriedenheit aus. „Es ist eine Ehre hier sein zu dürfen und den vielen Kindern, die ein Leben im Elend fristen, ein Hilfe und Hoffnung zu sein“, erklärt Jessica. Die Augen der jungen Schweizerin leuchten wenn sie von ihrer Arbeit spricht. Nein, für ein Leben in Wohlstand und Vergnügen will sie ihre Mission nicht eintauschen.
 

Nachfolge ist wunderbar aber ist sie auch leicht?

Nicht jeder erhält den Ruf Missionar zu werden. Doch Jesus ruft uns auf unterschiedlichste Weise. „Sei an der Stelle Christ, an die dich Gott gestellt hat“, hat meine Mutter immer gesagt. Nachfolge Jesu bedeutet, dass ein Christ sein Leben ändert, indem er mutig, ehrlich und verbindlich christliche Werte lebt wie Nächstenliebe und Vergebung. Dazu gehört insbesondere, auf Gott vertrauend seinen Weg zu gehen.

Jeder ist zum Nachfolger Christi berufen und kann dabei ein normales Leben führen. Er muss weder Geistlicher noch Missionar oder noch nicht einmal überzeugter Angehöriger einer Kirche sein. Einfach leben wie Jesus, auf ihn schauen, in allem was wir tun, ihm vertrauen, dass er uns führt.

Nachfolgen ist ein Angebot von Jesus auf ein besseres Leben.


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Kommentare

Von Marlene B. am .

Na ich weiß nicht, ob der Kreuzesweg ein Angebot auf ein besseres Leben ist, auf dem man den Hass der Welt auf sich zieht, wie Jesus und seine Nachfolger. Sie wurden getötet.
Jedenfalls auf die Aussage von Petrus:
„Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt“, sagte Jesus zum Schluss, den bedenkenswerten Satz: „... aber viele Erste werden Letzte und Letzte Erste sein.“


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