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Wenn die Seele dürstet

Warum wir die Nähe Gottes an jedem Platz erfahren können.


Gott nahe sein – ist das möglich?

Saul war der von Gott erwählte König Israels. Weil er Gottes Anordnungen nicht gehorchte, verlor er jedoch sein Königsrecht. An seiner Stelle setzte Gott den jungen David ein. Saul schien davon unbeeindruckt. Er wollte weiter als König herrschen. David stand ihm im Weg. Er bekämpfte ihn. David musste fliehen, um sein Leben zu retten. Er verbarg sich in der Wüste von Judäa.

Es ist schwer in der Wüste zu leben. Schon am frühen Morgen plagt die Hitze. Der Boden ausgedorrt, kein Wasser weit und breit.

David spürt den Wassermangel nicht nur körperlich. Auch seine Seele dürstet. Im Geist sieht er sich dort, wo er Hilfe findet: im Heiligtum Gottes, der Stiftshütte. Dort weiß er sich Gott besonders nahe. Voller Freude spricht er davon, wie groß Gottes Güte ist und wie viel diesem Gott zu danken ist.
 

Ein persönliches Verhältnis mit Gott

David hatte ein inniges, ganz persönliches Verhältnis mit Gott. Er spricht den Allmächtigen an mit den Worten: „Gott, du bist mein Gott, den ich suche.“ (Psalm 63,2). Du bist mein Gott. 

Es macht einen Unterschied, ob einer zum Beispiel sagt „eine Frau“ oder „meine Frau“. Ungleich größer ist der Unterschied zwischen einem Gott und meinem Gott. Das erfuhr auch der Jesusjünger Thomas. Als er begriffen hatte, dass Jesus von den Toten auferstanden ist, betete er ihn an mit den Worten: „Mein Herr und mein Gott“ (Johannes 20,28).
 

– Auch heute?

Trägt die Erfahrung des David und Thomas auch in unserer Zeit? Aus eigener Erfahrung sage ich: ja! Es liegt nahe, die Wüstenerfahrung des David bildlich zu verstehen. Ich denke daran, dass man sich in mancher Lebenslage völlig ausgelaugt fühlen kann. Dann ist es gut, wenn ich mich an meinen Gott wenden kann. Denken, Wollen, Fühlen werden von ihm erfrischt. Vielleicht mache ich eine ähnliche Erfahrung wie David, der Gott sagen konnte: „Deine Liebe bedeutet mir mehr als mein Leben.“ (Psalm 63,4).
 

Überall zu erfahren

An jedem Platz, selbst im Bett, kann ich die Nähe Gottes suchen, mit ihm reden und auf ihn hören. Dann gelingt das Einschlafen auch, selbst wenn man eben noch hellwach war. Es ist etwas Wunderbares bezeugen zu können, was der Psalmist so ausdrückte: „Wenn ich mich zu Bett lege, so denke ich an dich, o Gott. Wenn ich wach liege, sinne ich über dich nach“ (Psalm 63,7). Ich rechne mit Gott, am Morgen und am Abend. Das macht mich glücklich.


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