Andacht

Gebet ist keine Kassenleistung

Warum Gott uns nicht wie einen Antragsteller behandelt.

Das Telefon klingelt. Meine „persönliche Beraterin“ von der Krankenkasse schnauzt in den Hörer, ich hätte einen Antrag auf eine Leistung gestellt, die sie mir nicht gewähren könne. „Haben Sie sich denn vorher nicht informiert?“, fragt sie vorwurfsvoll. Doch, das habe ich. Mein Antrag war korrekt. Das Gespräch nimmt noch mehrere unerfreuliche Wendungen und gipfelt in einem unsinnigen Angebot. „Das ist doch Quatsch“, wehre ich empört ab. „Eben!“, triumphiert meine persönliche Beraterin. „Ich wollte Ihnen schon von Anfang an sagen, dass das Unsinn ist!“

Nach dem Telefonat bin ich stinksauer, weil ich so abgekanzelt wurde. Natürlich haben Kassen ein Budget und das ist begrenzt. Aber das rechtfertigt für mich nicht, Kunden nach einer Bitte verbal einen Kaktus ins Gesicht zu schleudern. Ich habe wenig Lust, mich mit dieser Kasse überhaupt noch einmal in Verbindung zu setzen. 

Wäre Gott nur Sachbearbeiter 

Wie wäre es, wenn Gott meine Bitten auf solche Weise beantworten würde? „Nein, tut mir Leid, das kann meine Abteilung Heilung & Gesundheit Ihnen leider nicht gewähren. Das sprengt mein Budget.“ Oder: „Haben Sie sich vorher überhaupt informiert? Um so einen Quatsch kümmere ich mich gar nicht erst! Denken Sie doch mal nach!“
Puh. Käme solch eine Reaktion, dann hätte ich ebenfalls wenig Lust, mich in Zukunft mit meinen Anliegen an Gott zu wenden. Schließlich möchte ich von ihm ernst genommen werden.

Gott gewährt Gutes 

Zum Glück ist Gott kein Verwaltungsangestellter mit Budgetvorgaben. Er schöpft aus dem Vollen. Seine Mittel sind unbegrenzt. Und im Gegensatz zu der Person, die da über die Vergabe von Mitteln entscheidet, bin ich für ihn kein „Fall“, keine gesichtslose „Versichertennummer“, die ihm ansonsten völlig egal ist. Er kennt mich und er ist ehrlich an meinem Wohlergehen interessiert. Weil es nicht nur sein „Job“ ist, sich mit mir zu befassen, sondern weil er es gerne tut. Er hört sich meine Bitte an und entscheidet so, wie es wirklich gut für mich ist.

Katrin Faludi: „Zum Glück ist Gott kein Verwaltungsangestellter mit Budgetvorgaben. Er schöpft aus dem Vollen. Seine Mittel sind unbegrenzt.“

 

„Ich danke Gott! Er hat mein Gebet nicht abgewiesen und mir seine Güte nicht verweigert“ (Psalm 66,20, Gute Nachricht), heißt es in einem Lied in der Bibel. In dem Text schildert der Dichter, wie Gott ihn durch Prüfungen schickt und ihn Schweres aushalten lässt, aber gleichzeitig in der Not für ihn da ist. Gott hat ein offenes Ohr für die Bitten aller, die sich auf ihn verlassen. Ich darf mich jederzeit an ihn wenden und kann mir sicher sein, dass mein Anliegen bei ihm gut aufgehoben ist. Vielleicht entscheidet er darüber nicht so, wie ich es will. Aber er wird mir auch nicht um die Ohren schlagen, dass das alles großer Quatsch sei. Gott weiß, was für mich gut und ist und wird mir alles gewähren, was das Gute fördert.

Katrin Faludi: „Gott weiß, was für mich gut und ist und wird mir alles gewähren, was das Gute fördert.“

 

 

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Kommentare

Von Die Redaktion am .

Sehr geehrte Frau Lamby,
zu Recht fragen Sie sich, warum Gott Leid und Krieg zulässt. Doch gerade bei Kriegen stellt sich die Frage: Ist dafür Gott zu beschuldigen? Oder sind nicht die Menschen dafür verantwortlich, die sich seinem Willen widersetzen und eben nicht Nächstenliebe, sondern Egoismus an die erste Stelle setzen? Wenn die großen politischen Führer dieser Welt dem Beispiel Jesu folgen würden, gäbe es weit weniger Kriege. Wir Menschen ernten, was wir säen. Dafür kann man Gott nur mehr

Von Angelika L. am .

ich habe ein Leben lang in Gott gestanden aber ich kann mir keinen Gott mehr vorstellen der so was macht. KREBS ES GIBT KINDER MIT KREBS 19 Jährige Mädchen mit BRUSTKEBS.MEIN VATER IST ELENDIG AM KREBS VERRECKT: ich habe für ihn gebetet es hat nichts genutzt. Der barmherzige Gott hat nicht geholfen. Der ganze KREBS IST EIN ELEND und GOTT SCHAUT ZU:GENAU SO WIE BEI DEN GAZEN KRIEGEN IN DER WELT ES GIBT ZIG FRIEDENSBEWEGUNGEN UND GEBETE DAFÜR

Von Dorothea V. am .

Ja ich habe viele Schicksalsschläge Seitens meiner Krankenkasse hinnehmen müssen. Da hatte ich manchmal das Gefühl ich bin so nur noch ein Stück Mensch der erst fast Tod sein sollte das die Kasse reagiert.
Immer diese vertröstungen. Sie haben doch noch eine Familie die kann Ihnen doch helfen. Trotz meiner vielen op. Wenn dann Hilfe ins Haus kam dann nur für kurze Zeit. Man bekam diese dan nur zweimal für vier Wochen. Krankheiten so denke ich sind für die Kassen oft eine Fragezeichen.
Wenn mehr

Von Roland P. am .

Im letzter Zeit denke ich auch öfter über Alte und Kranke nach .
Ich glaube, daß wir sie als Beispiel nehmen können was Demut und Geduld betrifft !

Von Ingrid S. am .

Oh ja, Gott hat uns vil Gutes geschenkt.Meine Dankesliste ist länger als die der Bitten. Trotzdem beschäftigt mich die Frage, warum vor allem alte Menschen soviel Leid und Schmerzen ertragen müssen. Zum 5. Mal erlebe ich dies in der Familie. Das lässt zuweilen Zweifel an Gottes Liebe aufkomen. Liebt Gott die Alten nicht und wenn doch, warum dieses leidvolle Leben??? Wissen Sie darauf eine Antwort, die mir hilft? Danke im Voraus sagt Ingrid S.


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