Andacht

Die Kunst der richtigen Ernährung

Was Jesus mit Chia-Samen zu tun hat.

Der Besuch im Supermarkt kann Spaß machen, aber auch anstrengend sein. Ich betrete den Laden. Zuerst komme ich am Obst vorbei. Ich brauche auf jeden Fall Bananen. Hm, nehme ich Bio, fair gehandelt oder die preiswerten?  Die gleiche Frage stellt sich auch beim Kaffee. Und kaufe ich das Brot hier oder beim „richtigen“ Bäcker? Und für welches Brot entscheide ich mich: Das mit Leinsamen oder doch das mit Chia-Samen?

An der Kasse betrachte ich, was der junge Mann vor mir auf das Band legt. Vier Packungen Magerquark und jede Menge Proteinriegel. Er will wohl seine Muskeln in nächster Zeit noch weiter trainieren.  Der Mann hinter mir legt dagegen Dosenbier auf das Band und drückt das Knöpfchen des Zigarettenautomaten. Das erste Bier macht er schon auf, während ich noch meine Bananen einpacke.

Du bist, was du isst?

Der Satz  „Du bist, was du isst” kommt nicht von ungefähr.  Essen kann und soll eine bestimmte Wirkung erzielen. Als Kinder lernen wir: Gemüse macht gesund, ein Schokoriegel tröstet. Später merken wir, dass ein Fair-Trade-Siegel ein gutes Gewissen schenken kann. Für viele geht es lange nicht mehr nur ums Sattwerden. Am Esstisch zeige ich: „Wer bin ich?“ und „Was ist mir wichtig?“

Die Welt des Essens ist voller Regeln. Einige von ihnen sind in religiöses Vokabular gekleidet. Nach dem dritten Stück Sahnetorte sagt eine Dame zur andern: „Heute habe ich aber gesündigt”.  Ähnliches gilt für das Fasten. Was früher ausschließlich in den religiösen Bereich gehörte, besitzt für viele heute einen Selbstzweck.

Schon zur Zeit Jesu wurde über Ernährung debattiert. Worauf sollte ein gläubiger Mensch bei seiner Ernährung achten? Wodurch wird ein Mensch „unrein“? Anders formuliert: Gibt es eine Möglichkeit, die Gottesbeziehung durch Essen zu beeinträchtigen oder zu verbessern? Jesus sagt dazu: Es gibt nichts, was von außen in den Menschen hineingeht, das ihn unrein machen könnte; sondern was aus dem Menschen herauskommt, das ist's, was den Menschen unrein macht. Denn von innen heraus, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken. (Mk 7,15-16.21)

Jesus Christus: „Es gibt nichts, was von außen in den Menschen hineingeht, das ihn unrein machen könnte; sondern was aus dem Menschen herauskommt, das ist's, was den Menschen unrein macht. Denn von innen heraus, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken.“


Da ist nichts zu machen. Ich kann mich nicht zum besseren Menschen essen. Das, was ich eigentlich verbessern müsste, sitzt in mir fest. Durch meine Ernährung verändere ich mich höchstens äußerlich oder für kurze Zeit. Zum perfekten „Ich“ komme ich nicht durch Chia-Samen oder die berühmten Gummibärchen. Ich bin nicht, was ich esse. Zum Glück!

Ich bin, was Jesus für mich getan hat

Jesus hat das perfekte und gesunde Leben gelebt, das ich gerne hätte. Ein Leben ohne Selbstwidersprüche. Ein Leben, das nicht anfechtbar ist. Er hat ein solches Leben gegen meines eingetauscht.

„So haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir zu ihm, und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn. Speisen haben nichts damit zu tun, wie wir vor Gott dastehen; essen wir sie nicht, geht uns nichts ab, essen wir sie, gewinnen wir nichts“ (1. Kor 8,6.8).

 Das schreibt der Apostel Paulus der Gemeinde in  Korinth. Anscheinend hatten auch die Korinther Schwierigkeiten zu verstehen, dass sie nicht sind, was sie essen. Dass alle Selbstverbesserungsprogramme ein für alle Mal unnötig geworden sind.

An Jesus glauben bedeutet:  darauf vertrauen, dass Jesus es an meiner Stelle richtig gemacht hat. Ja, auch in Bezug auf Ernährung: Jesus ist das, was ich brauche.  Er ist das Brot des Lebens, hat er gesagt. Wer zu ihm kommt, muss nicht mehr nach Leben hungern.

„An Jesus glauben bedeutet:  darauf vertrauen, dass Jesus es an meiner Stelle richtig gemacht hat. Ja, auch in Bezug auf Ernährung: Jesus ist das, was ich brauche.“

 

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Kommentare

Von Giselle S. am .

Wir sind ein Tempel des Heiligen Geistes und wir haben die Verantwortung damit sorgfältig umzugehen. Ich kenne beides, die ungesunde Ernährung und die Gesunde. Es hat doch Auswirkungen auf unseren Körper und dann auch auf den Rest, denn Seele, Geist und Leib gehören zusammen. Früher war armes Essen, was ich auch in meiner Kindheit erlebte einseitig, aber ich war dennoch gesund. Heute aber ist vieles kein "Leben"smittel mehr, sondern nur noch Nahrungsmittel. Durch meine vielen Krankheitsjahre mehr

Von Julia am .

Lecker Bild :-)

Von --- am .

Na ja, stimmt schon... aber sagt gott nicht auch, dass wir nicht alles (ungesunde essen/fast food) in uns hineinstopfen sollten und unserem körper sorge tragen sollten?


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