Andacht

Leben ist wie Unterwäsche...

... Wechsel ist gut!

„Life is like underwear: Change is good! Beste Grüße für 2018.“ Diese schriftliche Nachricht bekam ich als Gruß zu Weihnachten und zum Jahreswechsel. Ich habe gestutzt – und geschmunzelt. Ein gutes Bild! Es knüpft an einer täglichen Alltagserfahrung an (Unterwäsche wechseln), verknüpft sie mit dem gesamten Leben (Leben ist wie…) und zielt auf eine grundsätzliche Einstellung (Wechsel ist gut).

Leben ist wie Unterwäsche

Ich gebe zu: Diesen Vergleich habe ich bisher noch nie gehört oder selbst gezogen. Aber ist es nicht wahr? Sowohl im Leben als auch bei der Unterwäsche gilt, dass beides „in Gebrauch“ ist, sich beides abnutzt, beides verschmutzt.

Bei Unterhemd, Unterhose, Strümpfen und Co ist uns das System klar: Ein Unterhemd darf man auch zweimal anziehen, für alles andere gilt der tägliche Wechsel. Auch wenn die Intervalle bei manchen eher großzügiger gehandhabt werden. Aber über Wäschewechsel denken wir nicht groß nach.

Beim Leben müssen wir vielleicht zweimal nachdenken. Aber auch unser Leben ist „in Gebrauch“, während es fortwährend geschieht. Uns fehlen die Worte, wir können es kaum beschreiben: Der äußere Schmutz unserer Welt, die Bosheit und Schlechtigkeit, die Gewalt und der Druck haften uns an. Der innere Schmutz unserer Seele und unseres Herzens wird mit den Lebensjahren größer. Und unser Leben nutzt sich ab. Wir merken das an abnehmenden Kräften, an zunehmenden körperlichen und seelischen Herausforderungen.

Wenn es nicht den Wechsel gibt.

Wechsel ist gut

So wie der Wäschewechsel sinnvoll, nötig und regelmäßig ist, hilft auch der Wechsel im Leben. Auch wenn wir in der Regel die Beständigkeit lieben, wir bei Neuem zumindest unsicher sind. Je größer und ohne Vorerfahrung ein Wechsel ist, umso unsicherer sind wir. Wie erleben wir als den Wechsel - den der Jahreszeiten, den Orts- oder Berufswechsel, den Partner- oder Gemeindewechsel?  

Vom weisen König Salomo stammt diese Aussage: „Denn er gab mir sichere Erkenntnis dessen, was ist, sodass ich den Bau der Welt begreife und das Wirken der Elemente: Anfang, Ende und Mitte der Zeiten, wie die Tage zu- und abnehmen, wie die Jahreszeiten wechseln, wie das Jahr umläuft und wie die Sterne stehen.“ (Weisheit 7, 17 – 19) Es gibt den Wechsel. Er gehört zum Bau der Welt und zum Wirken der Elemente. Das alles hat Gott so eingerichtet. Deswegen ist der Wechsel gut, wie sein „Erfinder“, Gott. Deswegen muss uns der Wechsel keine Angst machen, wenn wir in Gottes Schule sind und er uns die Zusammenhänge seiner Schöpfung, dieser Welt und unseres Lebens zeigt.

Welcher Wechsel auch auf uns zukommt: Mit Gott kann er unser Leben frisch, unverbraucht und „sauber“ machen – wie die gewechselte Unterwäsche.

 

Michael vom Ende

Generalsekretär bei „Christen in der Wirtschaft“

www.ciw.de
 

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Kommentare

Von Roland P. am .

Sehr überlegenswert und befreiend!


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