Ein Hintergrundartikel

Der Möglichmacher und sein Bodenpersonal

Jungen Menschen helfen, ihre Berufung zu finden.

Wird ein Chef „Möglichmacher“ genannt, weckt das große Erwartungen. Sein „Bodenpersonal“ sollte dann mit entsprechendem Selbstbewusstsein auftreten, denn schließlich repräsentiert es einen, der behauptet, alles zu können. Tobias Kley gehört zum Bodenpersonal und ist so ein Repräsentant. Und er hat viel zu erzählen über seine Erfahrungen mit dem Möglichmacher.

Tobias Kley: "Der Möglichmacher"

Bodenpersonal? Möglichmacher?
Deutlich wird, wovon die Rede ist, wenn man Tobias Kleys Buch in die Hand nimmt. Das heißt „Der Möglichmacher“, Untertitel: „Von dem , der alles kann.“ ERF Medien hat Auszüge aus seinem Buch in der Radio-Sendereihe „Lesezeichen“ gesendet.

 

Der Möglichmacher kann nur Gott sein, weil er nicht begrenzt ist.

„Der Möglichmacher – ein klangvoller Name. Ein Name, der viel verspricht, der Hoffnung und Neugier weckt.“ So beginnt Kley sein Buch – und es wird recht schnell deutlich, dass er von Gott, dem Möglichmacher spricht. 

Gott ist einer, der alles möglich  machen kann, weil er nicht begrenzt ist. Und weil wir alle mal einen Möglichmacher brauchen, ist Gott dabei die beste Wahl. Davon erzählt Tobias Kley in 20 Kapiteln und hat Beispiele aus seinem eigenen Leben parat. Dabei spart er sein Privatleben nicht aus, auch wenn sein Berufsleben schon spannend genug wäre. Aus der Erfahrung heraus, dass Gott bei ihm so viel unmöglich Scheinendes möglich gemacht hat, will er anderen davon weitergeben und auch ein Möglichmacher sein. Selbstredend mit der Hilfe seines großen Möglichmachers – dem, der alles kann – Jesus!

Vom besessenen Sportler zum überzeugten Gläubigen

Den hat Tobias Kley kennengelernt als er am Tiefpunkt seines Lebens angekommen war. „Ich feierte Erfolge, erlebte aber zugleich Zerbruch“, beschreibt der heute 38 Jährige seinen damaligen Zustand. Lange war der Sport Lebensinhalt Nummer Eins in seinem Leben: Zehnkampf und Boxen. Doch Gewalt und Haltlosigkeit, Zerbruch und letztlich Sinnlosigkeit bestimmten sein Leben. Zu dieser Zeit hat er sich für den christlichen Glauben entschieden. Jesus und seine Botschaft habe „alles verändert“. Seitdem war und ist er Zimmerer, Prediger, Canyon-Guide, Mountainbike-Guide, Bergwanderführer, Skilehrer und Evangelist.

Als solcher kümmert er sich um Jugendliche und vermittelt ihnen das, was er bei Jesus gefunden hat: „Vertraut auf Jesus“, ist seine Botschaft, „da ist was dran. Er ist der Guide fürs Leben.“ Kley leitet die so genannten GetAwayDays. Die „bieten jungen Menschen in herausfordernden Lebenssituationen die Möglichkeit einige Tage aus ihrem gewohnten Umfeld auszusteigen, und eine Woche zu erleben, die voll ist mit Herausforderungen aber auch voll ist mit vielen neuen Eindrücken und persönlichen Erfolgserlebnissen“, ist auf der Webseite zu lesen.

Die GetAwayDays auf Youtube

 

Jede Entscheidung hat Konsequenzen

Die Jugendlichen sollen lernen, dass es nicht wichtig ist, „wie groß der erste Schritt ist, sondern in welche Richtung er geht“. Das ist das Motto der GetAwayDays. Entscheidungen haben immer Auswirkungen, ob klein oder groß, ob auf den Einzelnen oder eine Gruppe — das müssen viele Jugendliche erst einmal lernen. Kleys GetAwayDays bieten dazu einen geschützten Rahmen. Sie machen es möglich, dass die Jugendlichen sich selbst und ihre Grenzen ausloten, lernen, diese zu überschreiten und auch lernen, dass man manche Ziele nur als Team erreichen kann. Tobias Kley wird so zu einem Möglichmacher inmitten von Situationen, in denen manches eben unmöglich erscheint.

Aber Tobias Kley will den Kids nicht nur eine gute erzieherische Maßnahme angedeihen lassen, sondern sie auch mit dem christlichen Glauben in Kontakt bringen. „Es liegt uns am Herzen, die Basics des christlichen Glaubens zu vermitteln. Die Mitarbeiter erzählen aus ihrem Leben und sprechen über ihre persönlichen Erfahrungen mit Gott.“ Denn Mission ist nicht Infiltration, sondern Überzeugen durch Vorleben.

Er erzählt nur von seinen Erfahrungen

Und eigentlich macht er nichts anderes in seinem Buch „Der Möglichmacher“. Er erzählt nur von seinen Erfahrungen. Beim Lesen spürt man, dass es authentische, gute Erfahrungen sind. In seinem Buch hält er es wie auf den GetAwayDays – irgendwann kommt der Punkt, an dem klar wird: Ich muss mich entscheiden. Für oder gegen den Glauben. Für oder gegen Jesus. Im „Möglichmacher“ verdeutlicht Kley, dass Jesus sich schon längst für uns entscheiden hat. Wir brauchen eigentlich nur noch einverstanden sein. Tobias Kley erklärt das in seinem Buch so:

So könnte Ihr Ja zum Möglichmacher ausgedrückt werden:

* Am Ende eines Gebets steht oft das Wort „Amen“, dann weiß man, dass das Gebet zu Ende ist. Außerdem drückt es aus, dass man das, was man sagt, wirklich ernst meint. Aber man muss das Wort nicht sagen, wenn es einem komisch vorkommt. Wie gesagt: In Bezug auf die Wortwahl kann man nichts falsch machen.

Jesus, heute mache ich den ersten Schritt und sage Ja zu dir. Ich habe bisher ohne dich gelebt, bitte vergib mir. Danke, dass du am Kreuz für meine Schuld gestorben bist. Danke, dass du mich mit Gott versöhnst und ich ab jetzt wieder in einer Beziehung mit dem Möglichmacher leben kann. Du bist mein Retter.

Danke Jesus, dass du lebst und in mein Leben kommst. Danke, dass du mich liebst und immer mein Bestes willst. Du sollst der Herr meines Lebens sein und mich durch dieses Leben führen mit deiner göttlichen Kraft. Danke, dass ich jetzt dein Kind bin und in Gemeinschaft mit dir leben kann – hier und jetzt und in der Ewigkeit.

Amen.

(Auszug aus „Der Möglichmacher – von dem, der alles kann“, erschienen bei SCM-Hänssler, mit freundlicher Genehmigung)

Eine solche Einverständniserklärung ist das weiteste Ziel, das Kley sich steckt. Alles andere sind Etappenziele, die gut und wichtig sind. Die Erziehung, die Hilfe bei Schwierigkeiten, die Sinnfindung, die Lösungen für Herausforderungen, die Richtungskorrektur und das Erlernen von Teamwork – alles soll zum Schluss auf diese Einverständniserklärung hinwirken. Und obwohl sie das weiteste Ziel ist, ist sie doch das Minimalziel – denn ohne die Hilfe und das Eingreifen des großen Möglichmachers Gott kann der kleine Möglichmacher Kley nichts. Letztlich ist es wohl das, was Kley vermittelt.

Die GetAwayDays Experience

 

 

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