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Karfreitag ist kein Partytag

Fürbitte, Dankbarkeit, Demut kennzeichnen Osterbotschaften der Kirchen.

Der Generalsekretär des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, Christoph Stiba, hat die Christen seines Gemeindebundes zu einem gemeinsamen Gebet an den Osterfeiertagen für die Menschen in Syrien aufgerufen. In einem Artikel auf der Homepage des Bundes betont Stiba, dass das Leiden und Sterben Jesu Christi den Menschen auch das Leid in aller Welt nahebringe. Ostern sei nicht nur ein Fest sondern eine Lebenshaltung. Sie drücke die Zuversicht aus, dass Gott alles zu einem guten Ende führe.

Christus kennt unsere Schuld

Der Landesbischof der Evangelischen Kirche in Baden, Jochen Cornelius-Bundschuh, betont in seiner Botschaft zu Karfreitag und Ostern, dass Ostern Mut zum Leben mache. „Wir bleiben einander im Leben oft etwas schuldig, doch Christus kennt unsere Schuld, unsere Sorgen und unsere Not“, betont der Landesbischof in einer Videoansprache aus der Kunsthalle in Karlsruhe.

Haltung der Dankbarkeit und sich Beschenken Lassens

Zu einer Haltung der Dankbarkeit, der Achtsamkeit, des Staunens und sich Beschenken Lassens angesichts der Osterbotschaft hat der Bischof des Erzbistums von Berlin, Heiner Koch, aufgerufen. Die Kernbotschaft von Karfreitag und Ostern laute: Die wesentlichen Dinge des Lebens könne der Mensch nicht selber machen, sondern nur empfangen, so der Erzbischof.

Karfreitag als stiller Feiertag wichtig - kein billiger Optimismus

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, sagte in seiner Botschaft, dass der Karfreitag die Menschen das Hinsehen lehre, auch da wo das Wegschauen einfacher wäre. Der Karfreitag als stiller Feiertag lehre die Christen, gegenüber dem Leiden in der Welt nicht abzustumpfen, sondern dem Horror von Sterben und Gewalt an viel zu vielen Orten dieser Welt ins Gesicht zu schauen. Die Versuchung sei dabei groß, über das Leiden durch billigen Optimismus hinwegzugehen. Der Karfreitag lehre hingegen, die Dinge zu nennen, wie sie wirklich sind und das Leiden der Menschen im persönlichen Umfeld wahrzunehmen, auszuhalten und mitzutragen. Deswegen sei der Karfreitag als stiller Feiertag für unser ganzes Land wichtig. Daran können auch Provokationen, die diesen Tag zum Partytag machen wollten, nichts ändern, so Bedford-Strohm wörtlich.

Quellen: Homepage des BEFG und Pressemeldungen der Kirchen


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