DVD Tipp

„Das Leben ist wie ein Countrysong“

Ein Drama über die Suche nach Wahrheit, Vergebung und einer zweiten Chance.

„Das Leben ist wie ein Countrysong“
Land:   USA, 2014
Regie:   Johnny Remo
Spieldauer:   101 Min
FSK:   12
Unsere
Empfehlung:
 
ab 14 Jahren
Darsteller:
















 
  Joel Smallbone
(Jake Reeson),
Billy Ray Cyrus
(Jakes Vater Bo),
Jennifer Taylor
(Jakes Mutter Mia),
Kerry Knuppe
(Becca),
Gregory Alan Williams
(Reggie),
Booboo Stewart
(Bobby),
Larry Gatlin
(Buck),
Madelyn Deutch
(Zoey),
Fivel Stewart
(Nikki)
u.a. 

Ein musikalisches Drama über die Suche nach Wahrheit, Vergebung und einer zweiten Chance.

Jake Reeson ist ein junger, talentierter Countrymusiker. Aber er ist auch verbittert, arrogant und sehr von sich selbst überzeugt. Das bringt ihn hin und wieder in Schwierigkeiten. Nichts steht seiner Karriere mehr im Weg als er selbst.

Als Neunjähriger verliert er seine jüngere Schwester bei einem Autounfall. Als wäre das noch nicht traumatisierend genug, verlässt der Vater auch noch die Familie. Um den unbequemen Fragen zu entgehen, belügt ihn seine Mutter, der Vater wäre auch gestorben und gemeinsam mit der Schwester im Himmel bei Gott. Doch wie sich zeigt, hat das dem erwachsenen Jake nicht gerade geholfen. Er irrt haltlos durchs Leben, zwischen One-Night Stands und Alkohol.

Trotzdem liegt ihm die Musikwelt zu Füßen, doch leider erschweren seine Überheblichkeit und sein Egoismus zunehmend den Aufstieg auf der Karriereleiter. Als ein Streit mit seinem Manager eskaliert, platzt sein Plattenvertrag. Dann taucht plötzlich seine alte Liebe Becca auf, sie ist mittlerweile gläubig geworden und dieser Glaube scheint zunächst einem Neuanfang der Beziehung im Weg zu stehen. Als seine Mutter ihm noch gesteht, dass der Vater doch nicht im Himmel ist, gerät das Leben von Jake völlig aus der Bahn.

Religiöse Plattitüden und eine skurrile Gruppentherapie

Die US-amerikanische Produktion „Das Leben ist wie ein Countrysong“ aus dem Jahre 2014 ist in Deutschland als DVD-Premiere erschienen. Regisseur Johnny Remo („Hardflip – Sprung ins Leben“, „Saved by Grace“) erzählt eine Geschichte von Vergebung und dem Ermöglichen einer zweiten Chance, die Jake von seiner Freundin und sein Vater wiederum von Jake bekommt. Eine Konstellation, die zur Identifikation einlädt.

Doch religiöse Plattitüden wie „Gott liebt auch dich. Er liebt uns alle!“ wirken sehr amerikanisch. Aber auch die Kostüme der Schauspieler lassen klar erkennen, wer schon zur christlichen Gemeinde gehört und wer nicht. Da trägt Jakes Ex-Freundin „Becca“ immer ein Kreuz, mal in Form von Ohrringen oder einer Halskette. Die Mutter von Jake trägt ein T-Shirt mit Kreuzsymbol. Alle die nicht oder noch nicht dazu gehören, sind meist nicht ganz so hübsch angezogen, wirken ungepflegt und trinken Alkohol. Allerdings kann man darüber mit einem Schmunzeln hinwegsehen und dem Grundgedanken des Filmes folgen.

Was sich mitunter zu einer Farce entwickelt, ist allein der Erzählstrang, als Jakes Vater, gespielt von Billy Ray Cyrus (Vater von Skandalnudel Miley Cyrus), bei einem Stage Manager anheuert, der sich als Seelsorger entpuppt und mit den Bandmitgliedern eine Art Gruppentherapie a la „Anonyme Alkoholiker“ zelebriert. Äußerst „spooky“.

 

Zusammengefasst

Jake, gespielt von Joel Smallbone, schafft es sein Kindheitstrauma zu überwinden. Aber Durchhalten lohnt sich auch für den Zuschauer. Denn obwohl der Film streckenweise eine etwas langsamere Erzählgeschwindigkeit hat, zeigt der Film doch auf eine emotional ergreifende Art, dass Vergebung möglich ist und wirklich jeder eine zweite Chance verdient. Ein Aspekt, der zum Nachspüren lohnt und auch eigene Beziehungen hinterfragen lässt. Ein Film, der nicht nur Countrymusik-Fans berührt. Ein kleiner Tipp zum Schluss, den Film unbedingt bis zum Ende schauen. Die Schlussszene ist die beste.

Spaß   ✓✓
Action   -
Spannung   ✓✓
Gefühl   ✓✓✓✓✓
Anspruch   ✓✓✓✓
Note   3+

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